Weißensee
Beachtlich in der Vorfreude aufs Fest

Eigentlich steht in Weißensee alles im Zeichen der Vorbereitungen auf das 27. Bezirksmusikfest im Bezirk 3 Füssen des Allgäu Schwäbischen Musikbundes (ASM), das im Juni 2010 stattfindet. Die Damen und Herren der Musikkapelle ließen es sich aber dennoch nicht nehmen, auch heuer zum traditionellen Jahreskonzert einzuladen. Im voll besetzten Schützenhaus erlebten die Zuhörer einen beachtlichen Konzertabend mit einer gut bedachten Programmauswahl und anerkennenswert vorgetragenen Stücken. Wechselnde Stilrichtungen im abwechslungsreichen Programm waren angenehm und befriedigten jeden Musikgeschmack.

Stolzes Programm

Dirigent Christian Guggemos hatte die 46 Musiker auf der Bühne gut im Griff und servierte ein stolzes Programm. Kultiviertes und dynamisches Spiel mit harmonisch gut abgestimmten Registern überzeugte und bewies Sach- und Fachkenntnis sowie hohe Musikalität.

Nach der Eröffnung mit der «Alpina Fanfare» von Franco Cesarini gleich die erste Herausforderungen: zahlreiche Tempi-Wechsel verlangten punktgenaue Einsätze in der Ouvertüre «Klingendes Land» mit dem erkennbaren Stil des Komponisten Sepp Tanzer. Es folgte die Ouvertüre zur Oper «Der Kalif von Bagdad» mit anspruchsvollen Teilen im Holzsatz. Das etwas höher angesetzte Piano der Blechbläser kam unterstützend in diesen Passagen. Eindeutig erkennbar steckt der Teufel im Detail beim folgenden Walzer «Nachtschwärmer» von C.

M. Ziehrer. Die Hürden wurden vom Orchester gut genommen, ungewollte Arpeggien in den Wechselpassagen schienen einfach schwer vermeidbar. Mit der bekannten «Oho Polka» nach den Ehrungen von Nachwuchsmusikern und langjährigen Orchestermitgliedern (siehe Info-Block) endete der erste Konzertteil.

Die «Europasterne» im gleichnamigen Marsch von Franz Watz eröffneten den zweiten Teil. Gelungen ist Dirigent und Orchester der Bogen vom Barock über Pop und Swing im «Concerto d´Amore» von Jacob de Haan. Die moderne Stilrichtung liegt der Kapelle, und so folgte auch mit der «New York Ouvertüre» von Kees Vlak ein sauberer, kultivierter und bestens intonierter Vortrag, was der Applaus auch bestätigte. Mit «Yakety Sax» spielte sich Alex Brenner als Solist am Alt-Saxophon in die Herzen der Zuhörer und ganz von selbst wurde danach um eine Zugabe gebeten.

Offiziell endete das Programm mit Alexander Pflugers Marsch «Auf Adlers Schwingen,» doch ohne Zugabe wurde die Kapelle nicht entlassen. Nach abschließenden Dankesworten von Bürgermeister Paul Iacob, dem Vorsitzenden Christian Schneider und Dirigent Christian Guggemos gab es zum Abschied den «Gruß an Böhmen» und den Marsch «Alte Kameraden».

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018