Lindau
Bayerns bester Elektroniker kommt aus Scheidegg

Es ist bereits die dritte Ehrung, die der junge Mann aus Scheidegg in diesen Tagen erfährt. Diesmal wurde Christian Hatt (19) für seine «außerordentlichen Leistungen» von seinem Ausbildungsbetrieb, der Liebherr-Elektronik GmbH (Lindau), und von der IHK-Regionalgeschäftsstelle in Lindau gewürdigt. Zuvor war er schon von der Sünfzen-Gesellschaft Lindau und von der IHK Schwaben bei einem Empfang der Firma Eurocopter in Donauwörth geehrt worden.

Mit der Traumnote 1,2 und damit mit dem besten Ergebnis in ganz Bayern hatte der Auszubildende seine Lehre als «Elektroniker für Geräte und Systeme» abgeschlossen und obendrein noch seine Lehrzeit bei Liebherr in Lindau von allgemein zwei Jahre auf eineinhalb Jahre verkürzt. IHK-Regionalvorsitzender Thomas Holderried und IHK-Regionalgeschäftsführer Markus Anselment sprachen bei einer kleinen Feierstunde im Ausbildungsbetrieb von einem «ganz hervorragenden Resultat». Dies sei auch «ein klarer Hinweis, dass sich die Ausbildung im Landkreis Lindau auf einem hohen Niveau befindet».

«Welt steht ihm offen»

Liebherr-Ausbildungsleiter Johann Koch lobte: «Unser Azubi hat die Mittel und Möglichkeiten unseres Betriebes in vollem Umfang genutzt.» Mit diesem Top-Abschluss habe Hatt eine «sehr gute Grundlage für eine weitere Karriere» geschaffen, womit ihm nun «die ganze Welt offensteht», ergänzte Holderried. Worauf Liebherr-Personalleiter Franz Schmidt auch gleich konterte: «Kein Problem - unsere Firmengruppe ist weltweit tätig.»

Vor seiner Lehre besuchte Hatt, der «schon früh elektronische Gehversuche als Amateurfunker unternahm» (Schmidt), die Realschule Lindenberg und anschließend die einjährige Berufsfachschule Wangen. Danach hatte er bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sogar zwischen zwei Betrieben die Wahl.

Nach seinem Paradeabschluss Ende Juni blieb der Scheidegger aber erst mal seiner Firma treu und prüft seitdem als Elektroniker bei Liebherr Lindau verschiedene Bauteile aus dem Flugzeugbau, beispielsweise Klima-Controller oder Ruder-Steuerungen auf ihre Alltagstauglichkeit. Doch schon bald will Hatt einen großen Sprung schaffen und in Vollzeit die zweijährige Elektronikschule Tettnang besuchen, um dort den Techniker-Abschluss machen.

Bei all dem zeigt sich der 19-Jährige nach außen hin ganz bescheiden und alles andere als karrieresüchtig. Ganz besonders stolz auf Bayerns besten Elektronik-Azubi ist, wie Hatt selbst sagt, «der Opa».

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