Illerbeuren
Bauernhofmuseum im Aufwind

«Es war ein erfolgreiches Jahr, nicht zuletzt dank der tatkräftigen Unterstützung durch den Heimatverein», befand Regierungspräsident Jürgen Reichert. Diese Anerkennung sprach er als Vorsitzender des Zweckverbandes «Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren» in dessen 55. Verbandsversammlung im Gromerhof aus.

Dabei bezog sich Reichert auf die fast dreißigprozentige Steigerung der Besucherzahl (57395), die schon in den ersten elf Monaten im Vergleich zum Jahr 2008 erzielt wurde. Die Zahl der Führungen erhöhte sich gar um 35 Prozent und auch das museumspädagogische Programm verzeichnete einen Trend nach oben um 13 Prozent.

Ins Lob des Vorsitzenden waren eingeschlossen Museumsdirektor Otto Kettemann und das Mitarbeiterteam. Dessen Bericht über die Aktivitäten des ablaufenden Museumsjahres war interessant, weil er aus wenig Worten und vielen guten Bildern bestand. Auf der großflächigen Leinwand wurde den Verbandsräten das vielseitige Angebot in Erinnerung gebracht.

Es reichte von der Versorgung der Museumstiere über einen Tag der Volksmusik, Sonderausstellungen, das beliebte Kinderfest, einer romantischen Museumsnacht und anderem bis zu Felderpflege und zum ersten Obsttag sowie der «Internationalen Fledermausnacht».

Dass in der Zukunft der Name «Bauernhofmuseum» nicht mehr ganz zutreffend sein könnte, ging aus der Planung hervor. Kettemann stellte vier Objekte vor, die für eine Umsiedlung nach Illerbeuren empfehlenswert wären: Ein Armenhaus aus dem Ries, eine Deininger Sölde aus dem 18. Jahrhundert, ein Blockbau mit Weberkeller aus dem Oberallgäu, das schon früh für den Fremdenverkehr genutzt wurde, und ein 1944 bei Augsburg errichtetes Behelfsheim standen zur Diskussion.

Behelfsheim kommt als nächstes

Obwohl keines dieser Objekte gestrichen und für jedes eine geringe Anschubfinanzierung bereitgestellt wurde, kam auf den ersten Platz das Behelfsheim wegen seiner sozialgeschichtlichen Bedeutung. Mit dieser Öffnung hin zur jüngeren Geschichte werde das Illerbeurer Freilichtmuseum auf weiter greifendes Interesse stoßen und auch für jüngere Besucher neue Themen anbieten, plädierten der Verbandsvorsitzende und der Museumsleiter. Diese Ansicht vertrat auch der Vertreter der Landesstelle für Freilichtmuseen.

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