Memmingen
Baubeginn im nächsten Jahr

Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger ist Spekulationen entgegengetreten, dass sich der Bau der städtischen Realschule verzögern könnte. Mit dem Vorhaben solle im nächsten Jahr begonnen werde, sagte er in der Jahresschluss-Sitzung des Stadtrates. In Schulen würden in diesem und im nächsten Jahr mehr als 60 Millionen Euro investiert, so der Rathauschef.

Seit Langem gibt es Diskussionen über den Baubeginn bei der städtische Realschule. Zuletzt hatte die CSU-Stadtratsfraktion einen Zeitplan gefordert. Neben der Ankündigung, dass das Projekt im kommenden Jahr angepackt werden solle, äußerte sich Holzinger auch zu den Kosten: Inzwischen sei klar, dass das Vorhaben nicht 17, sondern 19 Millionen Euro kosten werde. Die Bauzeit werde voraussichtlich zwei Jahre betragen.

Beim Neubau für die staatliche Realschule hat inzwischen die Endphase begonnen. Wenn nach den Weihnachtsferien am 7. Januar wieder der Unterricht beginnt, werde der Umzug abgeschlossen sein, kündigte Holzinger an.

Weitere wichtige Bauvorhaben im schulischen Bereich seien die Sanierung und Erweiterung des Vöhlin-Gymnasiums sowie Arbeiten an der Steinheimer Grundschule und am Strigel-Gymnasium, so Holzinger.

Mehr Besucher im Zentrum

Als eine «vorbildhafte Maßnahme» für die Altstadt bezeichnete der Rathauschef die Umgestaltung von Schrannenplatz und Elsbethenareal. Dort entstehen unter anderem zwei Geschäftsgebäude. Dadurch werde sich die Anziehungskraft der Innenstadt weiter steigern, so Holzinger. In den vergangenen fünf Jahren sei die Besucher-Frequenz um bis zu 15 Prozent angewachsen. Auch in den Stadtteilen werde viel investiert, sagte der Oberbürgermeister. Als Beispiel nannte er unter anderem die neue Turnhalle in Amendingen.

Der Oberbürgermeister betonte allerdings auch, dass die Wirtschaftskrise in Memmingen ihre Spuren hinterlassen werde. Die Stadt habe zwar weiterhin mit die niedrigste Arbeitslosen-Quote aller kreisfreien bayerischen Kommunen, aber der Wert sei binnen eines Jahres von 3,4 auf rund fünf Prozent gestiegen. Viele ortsansässige Betriebe hätten derzeit noch Kurzarbeit, so Holzinger. Bei der Gewerbesteuer verzeichnet die Stadt heuer ein Minus von rund 25 Prozent.

In einer jüngst veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Zukunft von Städten schneide Memmingen gut ab, berichtete der OB. So liege Memmingen bei der Geburtenrate an der Spitze aller kreisfreien Städte in Bayern, gleichauf mit dem Spitzenlandkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Statistisch gesehen bringt eine Frau in Memmingen 1,55 Kinder zur Welt.

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