Bau des Leichenhauses wird zur Hälfte bezuschusst

Stötten (id). - In der Bürgerversammlung stellte Bürgermeister Joachim Ernst den Plan für ein neues Leichenhaus im örtlichen Friedhof vor. Im Rahmen der Dorferneuerung würde dieser Neubau mit 50 Prozent der Kosten bezuschusst, was bisher einmalig sei, berichtete er dazu. Die anschließende Diskussion bezog sich dann auch hauptsächlich auf Bauvorhaben sowie den Kanalbau am südlichen Auerberg. Ein Bürger, der sehr viel Eigenleistung am Vereinshaus d'Post geleistet hatte, vertrat die Ansicht, dass das bestehende Leichenhaus saniert werden sollte. Hierfür könnten sicher auch wieder Helfer für ehrenamtliche Eigenleistungen gewonnen werden, nicht aber für einen Neubau. Bürgermeister Ernst wies darauf hin, dass das alte Haus bereits von der Gesundheitsabteilung des Landratsamtes bemängelt worden sei, weil es nicht mehr den Hygienevorschriften entspreche. Nachdem es inzwischen einen neuen Außenanstrich erhalten habe sehe es zwar wieder ganz ordentlich aus, doch seien damit die Mängel am Bau nicht behoben. Die Gemeinde habe durch die Zuschusszusage der Direktion für Ländliche Entwicklung jetzt die einmalige Chance, ein neues Leichenhaus für die halben Kosten zu erhalten.

Aufgrund ihrer Finanzsituation sei die Gemeinde aber trotzdem noch auf Eigenleistung durch die Bürger angewiesen. Auf die Frage, wer von den Anwesenden bereit wäre, für den Bau freiwillige Arbeitsstunden zu leisten, meldeten sich spontan rund 15 Personen. Die Diskussion soll jetzt im Gemeinderat weitergeführt werden. Ein Bürger bemängelte, dass bisher für die Trassenplanung der Kanalisation am südlichen Auerberg noch keine genauen Daten wie etwa Höhenangaben vorlägen. Mit den betroffenen Grundstücksbesitzern sei noch überhaupt nicht gesprochen worden. Dazu sagte der Bürgermeister, dass es sich bisher erst um den Entwurf für die Vorplanung handle, der - um Kosten zu sparen - in der Informationsversammlung in Hofen vorgestellt worden sei, um Anregungen und Änderungswünsche der Betroffenen entgegennehmen zu können. Doch auch diese Vorplanung sei bis zur Klärung der inzwischen eingegangenen zehn Widersprüche gegen die geplante Trasse gestoppt worden. Auf die Frage, warum keine Pflanzenkläranlagen zugelassen worden seien, erläuterte das Gemeindeoberhaupt, dass seinerzeit von einem früheren Gemeinderat eine Gesamtplanung, die auch den Bereich südlicher Auerberg eingeschlossen habe, erstellt worden sei. Aufgrund dieser Planung sei seinerzeit die Kläranlage gebaut worden. Es wäre deshalb nicht im Sinne der Solidargemeinschaft, wenn jetzt nur die bisherigen Anschlussnehmer mit den Gesamtkosten für diese Kläranlage belastet würden - abgesehen von der Frage, ob dann nicht die Anlage zu groß bemessen wäre.

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