Basketball spielen im Rollstuhl

Kempten (mor). - Das Daumendrücken der 264 Sportler und ihrer Betreuer aus 13 bayerischen Städten half in doppelter Hinsicht: Zum einen wurde das Landessportfest für Körperbehinderte auf der Sportanlage am Aybühlweg und den nahe liegenden Sporthallen zu einem großen Erfolg an Sportlichkeit und menschlichen Begegnungen. Zum anderen spielte auch das Wetter mit. Zwei Tage lang standen Disziplinen der Leichtathletik, des Schwimmens und des Mannschaftswettkampfs im Vordergrund (Bericht im Sportteil folgt). Die Kemptener Astrid-Lindgren-Schule richtete das Landessportfest nach 1995 bereits zum zweiten Mal aus. Und dafür fiel sogar der Schulunterricht aus, denn die Einrichtung wurde als Unterkunft für die Gäste aus ganz Bayern gebraucht. Veranstalter des Landessportfests war wieder das Bayerische Kultusministerium. Zu den teilnehmenden Städten gehörten: Altdorf, Aschau, Coburg, Ingolstadt, Königsbrunn, München (mit der Landesschule und der Pfennigparade), Nürnberg, Passau, Regensburg, Straubing, Würzburg und Kempten. Bei den Einzelwettbewerben wurden folgende Disziplinen ausgetragen: ein Geschicklichkeitsparcours für Rollstuhlfahrer, Rollstuhlslalom, Rollstuhlschnellfahren, Rollbrettschnellfahren, Volleyball-Zielrollen, Sandsäckchen-Zielwerfen, Schlagballwurf, Läufe über 50, 75 und 100 Meter sowie Weitsprung.

Neben dem Einzelwettstreit gab es auch Mannschaftskämpfe in Elektrorollstuhl-Hockey, Rollstuhl-Basketball, Boccia und Fußball. 'Dabei sein ist alles. Sport ist ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Entwicklung - für jeden Menschen', machte Bürgermeister und Behinderten-Beauftragter des Stadtrats Josef Mayr bei der Begrüßung der 264 Sportlerinnen und Sportler auf dem Rasen des TVK deutlich. 'Und wer hier beim Landessportfest hervorragende Leistungen zeigt, kann auch die Teilnahme zur Paralympics schaffen', motivierte er. Reinhold Scharpf, Geschäftsführer der Körperbehinderte Allgäu g Gmb H, beschwor für die 'zwei erlebnisreichen Tage' neben dem Ehrgeiz der Sportler auch Fairness und Freude am Sport. 'Eifrig habt Ihr für dieses Fest trainiert und mancher von Euch wird einen der begehrten Pokale mit nach Hause nehmen.' Gemeinsam mit Dr. Thomas Störmer, Sonderschulrektor der Astrid-Lindgren-Schule, bedankte sich Scharpf bei den Sponsoren, die das Landessportfest unterstützen. Unter anderem stellte die Bundeswehr Material - wie Zelte oder Verpflegung - und Personal zur Verfügung. Siegfried Sirtl von der Landesstelle für Schulsport gab dann den 'Startschuss' für die sportlichen Wettkämpfe. Als Vertreter der Regierung von Schwaben beobachtete Regierungsschuldirektor Franz Braun das sportliche Treiben, ebenso wie Landesschulobmann Wolfgang Schugg.

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