Bange Frage: Bleibt der Standort Kempten?

Kempten (be). - Zu diesem Neujahrsempfang geht man. Denn dieser Empfang will die Verbundenheit der Bundeswehr mit der Region deutlich machen. So nehmen die Gäste beim Neujahrsempfang der Bundeswehr jedes Jahr die Gelegenheit wahr, mit den Soldaten über aktuelle Probleme zu reden. Ein Thema gestern war die Bundeswehrreform und die bange Frage: Bleibt der Standort Kempten? Erhebliche Reduzierungen sowohl im personellen als auch im materiellen Bereich seien geplant, wusste Regimentskommandeur und Oberfeldarzt Dr. Lutz Warnke. Etwa 100 Standorte sollen aufgegeben werden, benannt freilich seien sie jetzt noch nicht. Doch 'weitere Reduzierungen können nicht mehr hingenommen werden', appellierte daraufhin Kemptens Stadtoberhaupt, OB Dr. Ulrich Netzer, besonders an die Allgäuer Politiker. Die Region habe bisher unter der Reform stark gelitten. Das Allgäu müsse deshalb nicht nochmals einen Beitrag leisten. Innerhalb des Gebirgssanitätsregiments 42 werde im ersten Halbjahr die Umstrukturierung abgeschlossen sein, erklärte Warnke den Gästen. Sieben Soldaten befänden sich zur Zeit im Auslandseinsatz, 110 Soldaten würden zur Unterstützung des Sanitätsübungszentrums nach Weißenfels abgestellt, im Juni werde eine Kompanie den internationalen Sanitätswettkampf Humanitas vorbereiten. Rund 25 Soldaten würden für KFOR entsandt und sollen damit das Schwesternregiment in Horb unterstützen. Zitat Natürlichhoffenund wünschenwir Angehörigedes Gebirgssanitätsregiments, dassunsder Traditionsstandort Kempten erhalten bleibt.} Regimentskommandeur und Oberfeldarzt Dr. Lutz Warnke zur Bundeswehrreform. Ab November werde das Gebirgssanitätsregiment Leitsanitätsverband für die deutschen Anteile in Afghanistan. Etwa 100 Soldaten werde das Regiment dorthin schicken, so Warnke, der sich mit Blick auf die unruhige und instabile Lage in Afghanistan in 'großer Sorge um die ihm anvertrauten Soldaten' zeigte. 'Wir werden deshalb die Vorbereitung und Ausbildung für den Einsatz so sorgfältig wie nur irgend möglich durchführen', versprach der Regimentskommandeur. Im November, so Warnke zum OB werde er dann die Stadtfahne von Kempten abholen, um auch in Afghanistan Flagge zu zeigen.

Auf das Wesentliche konzentrieren Nicht nur die Stadtfahne, auch die Gedanken der Bürger sollen die Soldaten aus Kempten dann in ihrem Einsatzgebiet begleiten, meinte Netzer. Das Gebirgssanitätsregiment 42 komme mit seinen Einsätzen auf dem Balkan und in Afghanistan der Verpflichtung der Bundeswehr, den Frieden zu sichern, nach. Und wenn zum 1. Mai weitere Länder der EU beitreten, so Netzer, bedeute dies auch wieder ein Stück mehr Einheit und Frieden. Doch zum Frieden, meinte Kemptens Stadtoberhaupt, gehöre auch Zufriedenheit. Und vielleicht sollte man wieder lernen, mehr zufrieden zu sein, nicht immer nur auf das schauen, war man nicht habe, sondern sehen, was man alles erreichen konnte. Sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren, sich auf eigene Kräfte besinnen und nicht immer davon ausgehen 'der Staat wird es schon richten' - so kann laut Netzer das Jahr 2004 als Chance gesehen werden, eigenverantwortlich zu handeln.

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