Bald Wengenmeier-Straße im Zentrum

Marktoberdorf(rel). - Er vertrat 32 Jahre in überwiegend exponierter Position das Ostallgäu im Landtag, war 40 Jahre Kreisrat und 35 Jahre Stadtrat in Marktoberdorf: Richard Wengenmeier. Der CSU-Politiker starb im September 2002 nach langer Krankheit. Jetzt soll in seiner Heimatstadt eine Straße nach ihm benannt worden. Der Bauausschuss entschied, die Kemptener Straße im Zentrum in Richard-Wengenmeier-Straße umzutaufen. In der Vergangenheit war immer wieder mal davon gesprochen worden, in Marktoberdorf eine Straße nach Richard Wengenmeier (1928-2002) zu benennen. Stadtrat Otto Osterried (Freie Wähler) hatte nun vor einiger Zeit beantragt, die Kemptener Straße, die die Meichelbeck- mit der Bahnhofstraße verbindet, nach dem weithin bekannten Kommunal- und Landespolitiker zu benennen und so auch dessen Verdienste für die Stadt posthum zu würdigen. Ferner schlug Osterried vor, die Brückenstraße in Kemptener Straße umzubenennen und darüber hinaus noch die Jahnstraße zwischen Kemptener und Georg-Fischer-Straße und den Deckelplatz in Rathausplatz umzutaufen. Im Bauausschuss waren sich die Redner der verschiedenen Fraktionen einig, dass Richard Wengenmeier sehr viel für Marktoberdorf getan habe und es deshalb nur richtig sei, mit einem Straßennamen an ihn zu erinnern. Uta Brunnhuber (CSU) schlug hierfür den Deckelplatz vor, wurde aber von Bürgermeister Werner Himmer aufgeklärt, dass dies keine 'postalische Beschreibung' sei, also kein offizieller Platz. Wolfgang Hannig (SPD) plädierte zunächst dafür, das Thema zu vertagen, da derzeit die Geschäftswelt wirtschaftlich leide und nicht auch noch Geld für neue Briefbögen, Kuverts etc. ausgeben wolle.

Denn die Änderung sei 'nicht mit zwei neuen Schildern getan.' Als dann aber andere Gremiumsmitglieder meinten, man könne doch für ein Weilchen auch mit einem Stempel die neue Adresse auf die Geschäftspost drucken, war Hannig dafür, aus der Kemptener Straße eine Richard-Wengenmeier-Straße zu machen. Dafür hatte sich zuvor auch Johann Jung (FW) stark gemacht: 'Die Kemptener Straße wäre repräsentativ.' Clara Knestel hatte anfangs ähnliche Bedenken wie Hannig. Zudem meinte sie, man solle doch die Straße vom Alsterberg zur Musikakademie nach Wengenmeier benennen, da dieser ein großer Förderer der Einrichtung gewesen sei. Ihr wurde jedoch entgegengehalten, man könne Wengenmeier doch nicht eine Straße widmen, die vielleicht in etlichen Jahren durch einen Friedhof führe. Und Bürgermeister Werner Himmer betonte: 'Dort oben gibt es keine Anwohner, wir sollten der Stadtmitte den Vorzug geben.' 'Absolut richtig' - so lautete der Kommentar von Stadtrat Andreas Wachter (CSU) zu der Idee, die Kemptener Straße hierfür auszuwählen. Was allerdings den Deckelplatz betreffe, so solle man diesem seinen Namen lassen. Diese Ansicht vertrat auch Hannig und fand damit auch bei anderen Unterstützung. Der Beschluss fiel einstimmig aus: Aus der Kemptener Straße wird die Richard-Wengenmeier-Straße. Dies werde allerdings einige Monate dauern, informierte die Verwaltung. Einstimmig war der Ausschuss ferner dafür, die Bezeichnung Brückenstraße beizubehalten. Und ob aus dem Deckelplatz oder aus der Jahnstraße oder aus beiden zusammen der Rathausplatz wird - soll irgendwann mal diskutiert werden.

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