Kaufbeuren
Bahnhofsgebäude bleibt im Norden der Gleise

Die Bahn will in Kaufbeuren nach wie vor ein neues ansehnliches Empfangsgebäude bauen. Dies versicherten Vertreter des Unternehmens laut Oberbürgermeister Stefan Bosse beim jüngsten nicht öffentlichen Termin im Rathaus. Dabei wurden zudem die Weichen für den künftigen Standort gestellt: Die Bahnhofshalle bleibt demnach im Norden der Gleise, die diskutierte Verlegung auf die Südseite sei vom Tisch, so Bosse.

Die Bahn möchte selbst als Bauherrin auftreten und auf einen Investor verzichten. Als nächstes, so Bosse weiter, müsse nun entschieden werden, ob die Stadt bei dem Neubau mitmacht, und im ersten Stock die beruflichen Oberschulen unterbringen könnte. Die Idee war geboren worden, als es noch darum ging, das neue Gebäude in den Süden zu verlagern, wo sich die FOS/BOS befinden. Die Schulen haben seit Jahren Raumnot. Bosse könnte sich die Bildungseinrichtung inzwischen auch in einem Gebäude im Norden der Gleise vorstellen.

Er habe nun die Schulleitung um ihre Meinung gebeten. Der OB will sich nach deren Votum richten. Allerdings macht er keinen Hehl daraus, dass die Schule bei Nichtannahme dieser Option auch keine Komplettlösung an der Schelmenhofstraße erhält. Denn diese könne sich die Stadt nicht leisten.

Bau am Bahnhof günstiger

Wie berichtet will die Stadt zwar das neben der Schule gelegene Gelände der ehemaligen Flussmeisterstelle kaufen, ein Schulneubau dort kostet laut Bosse aber rund zehn Millionen Euro. Und das sei bei der derzeitigen angespannten Haushaltslage nicht zu finanzieren. Für die Bahnhofslösung veranschlagt Bosse sieben Millionen Euro. Die Stadt könne in jedem Fall mit Zuschüssen in Höhe von etwa 30 Prozent rechnen.

Noch vor Weihnachten will die Schulleitung laut Oberstudiendirektor Georg Renner ihre Stellungnahme an die Stadt formulieren. Die Schule will dabei auch mit externer Hilfe einen Kriterienkatalog erarbeiten, der für einen Neubau im Bahnhof eingehalten werden müsste. Renner macht keinen Hehl daraus, dass es ihm nach wie vor lieber wäre, die Schule würde an einem Ort bleiben.

Aber wenn die Stadt diese Möglichkeit ausschließe, müsse sich die Schulleitung auch mit anderen Optionen befassen.

Falls sich Stadt und Schule einig werden, rechnet Bosse damit, schon 2010 die Planung und die Förderanträge auf den Weg zu bringen. 2011 könnte dann gebaut werden. Allerdings müsste das Vorhaben vermutlich europaweit ausgeschrieben werden. Dennoch schätzt Bosse, dass spätestens zum Beginn des Schuljahres 2012/2013 eingezogen werden könnte.

Doch auch wenn die beruflichen Oberschulen nicht in den Bahnhof wollen, werde es einen Neubau geben, versichert der OB. Die Bahn baue dann alleine. Da sie nur eine Etage benötige, werde die zweite möglicherweise nur optisch dargestellt, damit das Gebäude entsprechend repräsentativ wirke.

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