Bahnbrücke von 1851 wird 2006 neu gebaut

Günzach (ram). - Seit vielen Jahrzehnten versucht die Gemeinde schon, die Engstelle Bahnunterführung zwischen Günzach und Autenried zu entschärfen. 'Wie es aussieht, können ab Herbst 2006 sogar große Lastwagen gemeinsam durch den neuen Durchlass fahren', sagte Bauoberrat Olaf Weller vom Straßenbauamt Kempten bei der Vorstellung der ersten Planung im Gemeinderat. Diplom-Ingenieur Weller erklärte den Vorentwurf, den das Straßenbauamt Kempten ausgearbeitet hatte. Demnach würde der neue Radius der Staatsstraße 2012 im Ort bei der Einmündung der Aitranger Straße beginnen. Die leichte Rechtskurve führe in etwa zur jetzigen Unterführung, so der Fachmann. Der Durchlass selbst würde mit 12,30 Meter wesentlich breiter und erhielte einen sicheren Gehweg auf der westlichen Seite sowie ein Schrammbord auf der Gegenseite. Die Höhe betrüge 4,70 Meter - damit müssten hohe Fahrzeuge keine Umwege mehr fahren. Mit einem schwungvollen Gegenbogen nach dem Durchlass führte die Straße wieder auf den Altbestand zurück. Im Rahmen des Ausbaus erhielte die Einmündung der Nicolausstraße eine südliche Verschwenkung zur besseren Ein- und Ausfahrt. Zur Nicolausstraße würde eine Linksabbiegespur angelegt, so Weller. Für Radler und Fußgänger werde an dieser Stelle eine Überquerungshilfe angelegt. Einen Kreisverkehr könnte sich Weller zwar vorstellen, die Mehrkosten müsste jedoch die Gemeinde tragen.

Einmalige Chance 'Es bietet sich nun eine einmalige Chance, die wir nutzen müssen', meinte Bürgermeisterin Brigitte Schröder zum Brückenbau der Bahn AG. Die 153-jährige Überführung halte dem heutigen Verkehr nicht mehr stand und müsse daher ersetzt werden, verlautete von der Bahn AG. Den Löwenanteil der Baukosten von knapp zwei Millionen Euro trügen laut Gesetz Straßenbauamt und Bahn AG, sagte Weller. Für den neuen Geh- und Radweg müsste die Kommune rund 90 000 Euro übernehmen und einen Teil der Verschwenkungs-Kosten der Nicolausstraße tragen. Der Gemeinderat befürwortete außerdem eine gemeinsame Konzentrationszone von Obergünzburg und Günzach zum weiteren Kiesabbau in Nähe des Johanniskellers bei Obergünzburg. Die Änderung des Flächennutzungsplans halte Baufirmen davon ab, einen Kiesabbau bei Immenthal zu fordern, so die Hoffnung. Die Rathauschefin lud alle Bürger zur offiziellen Einweihung des neuen Geh- und Radwegs Günzach-Obergünzburg am 18. Juli ab 10.30 Uhr ein. Die kirchliche Segnung findet im Rahmen des Dorffestes statt.

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