Bahnbrücke macht Sorgen

Nur noch Tempo 10 und 3,5 Tonnen auf Brücke in Stockenweiler Hergensweiler (hip). Die Bahnbrücke Stockenweiler ist in einem so desolaten Zustand, dass das zulässige Gesamtgewicht von 5,5 auf 3,5 Tonnen verringert werden soll. Nun ist die Frage offen, ob die Brücke saniert wird.

Von der Deutschen Bahn hat die Gemeinde Hergensweiler 1998 ein Geschenk der besonderen Art erhalten: Zwei Brücken in Mollenberg und Stockenweiler, die über die Bahngleise führen. Darüber hinaus gab es ein finanzielles Zubrot für deren Sanierung und Erhaltung in Höhe von 331000 Mark. Während die Brücke in Mollenberg in den Jahren 1998/1999 für rund 179000 Mark saniert wurde, befindet sich die Brücke in Stockenweiler an der Gemeindeverbindungsstraße Richtung Volklings in einem desolaten Zustand. Noch gilt für diese Brücke die Begrenzung des zulässigen Gesamtgewichts auf 5,5 Tonnen. Das Ingenieurbüro Schütz aus Kempten hat allerdings Ende vergangenen Jahres die Gemeinde darauf hingewiesen, dass im Zuge der Brückenprüfungs- und Verkehrssicherungspflicht das zulässige Gesamtgewicht aus Sicherheitsgründen auf 3,5 Tonnen gesenkt werden muss, die zulässige Geschwindigkeit auf zehn Stundenkilometer zu beschränken ist und einmal jährlich größere, lockere Betonteile an der Unterseite der Brücke durch Abklopfen entfernt werden müssen. Für Landwirte bedeutet die beabsichtigte Senkung des zulässigen Gesamtgewichts, dass sie die Brücke nicht mehr befahren können, denn schon ein größerer Traktor bringt vier Tonnen auf die Waage - ohne Anhänger. Landwirt Peter Trautmann hat einen Hof in Stockenweiler gepachtet, ein Teil der landwirtschaftlichen Flächen liegt auf der anderen Seite der Bahnlinie. Sind künftig nur noch 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zulässig, muss er in Zukunft einen Umweg von etwa zwei Kilometern machen, um die Grundstücke anzufahren. 'Mit der vorgesehenen Lösung ändert sich am eigentlichen Problem nichts', meint Trautmann als Hauptbetroffener. Er hält eine grundsätzliche Entscheidung in Sachen Brückensanierung für notwendig. Vielleicht fällt diese Entscheidung am kommenden Dienstag in der öffentlichen Gemeinderatssitzung, die um 20 Uhr beginnt. Da steht die Brücke - für deren Sanierung rein rechnerisch ja noch 152000 Mark, also umgerechnet knapp 78000 Euro, übrig sein müssten - auf der Tagesordnung. Über das genaue Ausmaß der Schäden wird Ingenieur Gerhard Pahl vom Ingenieurbüro Schütz informieren.

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