Bäuerliche Familie als Fundament

Oberostendorf(fk). - Die Erhaltung der bäuerlich-ländlichen Kultur, die ihre fundamentalen Wurzeln in der christlich geprägten Familientradition habe, bezeichnete Weihbischof Dr. Anton Losinger beim Bauernjahrtagsbund in Oberostendorf als elementare Aufgabe bei einer Weichenstellung für die Zukunft. Begonnen hatte die Jahreszusammenkunft des im Jahre 1731 gegründeten Bauernjahrtagsbundes in der Pfarrkirche mit einem festlichen Pontifikalgottesdienst, den Weihbischof Dr. Anton Losinger in Konzelebration mit Pfarrer Josef Lutz (Aufkirch) und dem Ortsgeistlichen Pater Sebastian feierte. Die Hauptversammlung im Vereinslokal Kerler eröffnete Vorsitzender Andreas Steinheber, der auch Bürgermeister Karl Fischer und Mitglieder des Gemeinderats begrüßen konnte. Elmar Ried und Georg Schwaiger trugen den 'Ehrenpreis', einen Hymnus über Freude und Nöte des Bauernstandes vor. Weihbischof Dr. Anton Losinger hob in seinem Vortrag die tragende Rolle der ländlich-bäuerlichen Familie für die geistige und soziale Kultur hervor. Gerade in einer Zeit des dramatischen Strukturwandels in der Landwirtschaft mit der Gefahr des Einzugs industrieller Produktionsmethoden sei der Familienbetrieb als Hort von Tradition, Brauchtum und Wertebewusstsein äußerst wichtig und daher unterstützungsbedürftig.

Zitat Die Familie muss wieder mehr präventive Basisarbeit leisten.} Weihbischof Dr. Anton Losinger In der Verantwortung für die heranwachsende Generation sei die Geborgenheit in der Familie als Fundament der Gesellschaft wichtiger als je zuvor. Gerade weil auch die Lehrerschaft immer mehr mit Erzierhungsdefiziten aus dem Elternhaus konfrontiert werde und daher vielfach überfordert sei, müsse die Familie wieder mehr präventive Basisarbeit leisten. In der ländlich-bäuerlichen Familie sah Losinger dafür noch optimale Ansatzpunkte, beeinflusst von einer noch relativ intakten kulturellen und sozialen Umwelt. Dennoch, so der Weihbischof, müsse auch der Staat bereit sein, die Familie als Keimzelle der Gesellschaft zu fördern. Vorsitzender Andreas Steinheber ging in seinem Tätigkeitsbericht auf den Jahresablauf des Bauernjahrtagsbundes ein, der einer fast dreihundertjährigen Tradition verpflichtet sei. Bittgänge und Erntedank nehmen immer noch einen hohen Stellenwert ein. Derzeit gehören der Gemeinschaft 467 Mitglieder aus Oberostendorf und Umgebung an. Nach dem Kassenbericht von Johann Königsberger und dem Prüfbericht von Elmar Ried leitete Bürgermeister Karl Fischer die Neuwahlen, die eine Bestätigung der bisherigen Vereinsführung brachten. Gewählt wurden: Erster Vorsitzender Andreas Steinheber, Stellvertreter Hermann Kerler, Kassier Johann Königsberger, Schriftführer Martin Kerler, Kassenprüfer Elmar Ried, Fahnenabordnung Georg Trautwein, Wilhelm Kerler und Andreas Steinheber, Beisitzer aus Gutenberg Johann Baumann und Georg Schwaiger, aus Lengenfeld Johann Kraus und Mathias Zech und aus Unterostendorf Herbert Göster. Johann Königsberger sprach Andreas Steinheber, der nunmehr 25 Jahre Erster Vorsitzender ist, Dank und Anerkennung aus.

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