Kempten
Babyklappe: Behalten oder abschaffen?

Der Ethikrat hat sich wie berichtet für die Abschaffung der sogenannten «Babyklappen» ausgesprochen. Auch in Kempten gibt es eine «Babyklappe» am Klinikum. Die soll, so Stadtrat Andreas Kibler in einem Brief an OB Dr. Ulrich Netzer, beibehalten werden. Die «Babyklappe» könne der Mutter einen Ausweg aus Verzweiflung bieten und dem Kind Sicherheit. Sie sei ein Angebot, das nicht viel koste, aber Leben retten könne. Wenn nur ein Kind in Kempten durch die «Babyklappe» gerettet würde, so Kibler, hätte sich der Erhalt gelohnt. Die Babyklappe am Klinikum in der Robert-Weixler-Straße gibt es laut Klinikum seit 2004. Bisher wurde dort noch kein Baby abgelegt.

Auf Kinderschutz durch frühzeitige Beratung von Schwangeren und werdenden Eltern setzt dagegen Pro Familia. Gerade gefährdete Frauen würden von dem Angebot Babyklappe nicht erreicht. Deshalb sieht sich Pro Familia mit der Empfehlung des Ethikrats in ihrer Haltung bestätigt. Statt Babyklappen gehe es darum, das Information- und Beratungssystem besser bekannt zu machen. «Wer rechtzeitig kommt, kann mit Unterstützung und Hilfe rechnen», so Anne-Doris Roos, die Leiterin der staatlich anerkannten Schwangerenberatungsstelle Kempten. Aufgabe der Beratung sei es, der Schwangeren oder den werdenden Eltern wie ein «Navigator» den Weg zur Elternschaft zu ebnen und auch in den ersten drei Lebensjahren des Kindes beratend und unterstützend zu Seite zu stehen.

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