Kempten
Autofahrer ärgern sich: Rote Ampeln statt Grüner Welle

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Viele Autofahrer ärgern sich: Es läuft nicht flüssig an den gerade umgebauten Einmündungen in die Kaufbeurer Straße am nördlichen Stadtrand. Denn die drei neuen Ampelanlagen, die die Sicherheit auf der Strecke verbessern sollen, schalten derzeit nicht gleichzeitig. Und so werden die Autofahrer zwischendrin immer wieder abgebremst, statt per Grüner Welle freie Fahrt zu haben. Gerade während des morgendlichen Berufsverkehrs waren da in den vergangenen Tagen lange Rückstaus die Folge. Das soll sich aber ändern, verspricht Thomas Hanrieder vom zuständigen Staatlichen Bauamt. Am Montag will man mit Experten den Problemen auf den Grund gehen.

Warum die Schwierigkeiten? «Momentan kennen wir die Ursache für die Probleme nicht», räumt Hanrieder ein. Denn auf Grundlage der Berechnungen dürfte es sie eigentlich nicht geben. Weil sich die Sache aber anders verhält, werden nun alle möglichen Fehlerquellen durchgegangen - von der Planung bis zur eingesetzten Ampeltechnik und den Messschleifen im Boden, die die Zahl der wartenden Fahrzeuge messen.

Warum der Umbau? Über 26000 Fahrzeuge, so ergaben Zählungen, sind jeden Tag im Bereich Kaufbeurer Straße/Daimlerstraße unterwegs. Das war laut Hanrieder einfach zu viel für die ungeregelten Kreuzungen. Die Folge: Immer wieder gab es wegen der langen Wartezeiten gefährliche Einbiegemanöver und damit auch Unfälle. Im Zuge dieses Umbaus wurde außerdem der in die Jahre gekommene Unterbau der Straße erneuert.

Warum Ampeln und nicht Kreisel? Immer wieder fragen sich Autofahrer, warum anstelle der Ampeln nicht einfach Kreisel gebaut wurden. «Drei Kreisverkehre hintereinander - das ist bei dieser Verkehrsbelastung völlig undenkbar», sagt Hanrieder. Denn bei Kreiseln seien alle Richtungen gleichberechtigt, die Ampelschaltung gebe dagegen der Hauptstrecke Vorrang. Vorausgesetzt eben, sie funktioniert.

Wann ist alles fertig? Diese Frage kann Hanrieder mit Blick auf die derzeitigen Schwierigkeiten nicht beantworten. Gestartet waren die Bauarbeiten im September. Kostenpunkt: 1,2 Millionen Euro. Die Federführung des Projekts liegt beim Bauamt, nach der Fertigstellung wird die Stadt die Ampeln übrigens in ihren Bestand übernehmen.

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