Ausschuss trägt Umlagesenkung mit

Marktoberdorf/Ostallgäu | vit | Der Ostallgäuer Kreishaushalt erhält wohl auch heuer breite Zustimmung im Kreistag. Bei nur einer Gegenstimme empfahl der Kreisausschuss dem Kreistag, das Zahlenwerk in seiner Sitzung am 1. Februar zu verabschieden. Den Etatentwurf sieht Landrat Johann Fleschhut durch drei Kernpunkte gekennzeichnet:

l Die Ausgaben für Investitionen steigen von 8,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 11 Millionen.

l Die Zahlungen der 45 Gemeinden über die Kreisumlage sinken von 43,2 auf 41,4 Millionen Euro.

l Die Schuldenlast von 42,9 Millionen Euro soll um mindestens 0,5 Millionen Euro verringert werden.

Für Investitionen stehen elf Millionen Euro bereit. Die größte ist die Erweiterung des Landratsamtes, für die heuer 3,1 MillionenEuro veranschlagt sind. 2,3 Millionen entfallen auf die Erweiterung der Realschule Marktoberdorf und 1,9 Millionen auf den Straßen- und Radwegebau. Deutlich mehr Geld will der Landkreis für den Unterhalt seiner Schulen, Bauhöfe, Heime und Verwaltungsgebäude in die Hand nehmen. Zusätzlich zu den Investitionen fließen heuer 3,3 Millionen in den Bauunterhalt. Das ist mehr als viermal so viel wie 2006. Profitieren davon werden neben dem Landratsamt (0,9 Millionen) vor allem die Realschulen in Buchloe, Füssen und Marktoberdorf sowie das Gymnasium, die Berufsschule und das Förderzentrum in Füssen und die Berufsschule in Marktoberdorf.

Im Sozialbereich muss der Landkreis heuer zu den Aufwendungen von 10,9 Millionen Euro 5 Millionen Euro selbst beisteuern. Dies sind rund 630 000 Euro weniger als im Vorjahr. Ursache dafür: Der Bezirk übernimmt ab diesem Jahr die Eingliederungshilfe für Behinderte in seine Zuständigkeit.

Leicht sinkende Ausgaben gibt es bei der Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung (Arge Hartz IV). Bei Gesamtausgaben von 5,9 Millionen Euro muss der Landkreis 3,7 Millionen selbst beisteuern. Dies liegt daran, dass der Bund seinen Erstattungsanteil gesenkt hat. Denn die Zahlen der Bedarfsgemeinschaften im Ostallgäu sind rückläufig.

Höher sind die Ausgaben im Jugendamt. Hier muss der Landkreis von knapp 6 Millionen Euro aus eigener Kasse 5 Millionen bestreiten.

Einen Anstieg gibt es bei den Personalkosten von 12,6 auf 13,4 Millionen Euro. Der Großteil der Erhöhung entfällt hier auf höhere Lohnforderungen (505 000 Euro). Hinzu kommen aber auch 5,7 neue Stellen bei nunmehr 273 Stellen in der Kreisverwaltung, für die der Landkreis das Gehalt zahlt.

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