Kempten
Aus einer Brieffreundschaft wurde eine Liebe fürs ganze Leben

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«Das ist einfach nur schön, so einen Tag mit seinen Lieben feiern zu dürfen», freuen sich Karl und Käte Forstmaier. Zu den Gratulanten, die dem Jubelpaar ihre Glückwünsche zur Diamantenen Hochzeit überbringen, zählt auch Bürgermeister Josef Mayr. Aus dem Stegreif kommt ein gemütlicher «Hock» zustande und Gesprächsstoff gibt es sowieso zuhauf. Der Hochzeitstag am 11. Januar 1950 kommt in Erinnerung und dass es «wie am Schnürl» geregnet hat. Getraut wurde das damals 20 und 28 Jahre junge Paar in Mirskofen bei Landshut, dem Geburtsort des Bräutigams. Die Hochzeitsfeier fand auf dem Hof seines Bruders statt.

Doch wie war das mit dem Kennenlernen? Die Geschichte interessiert jeden in der Runde: Es war 1947 und Karl Forstmaier in Gefangenschaft in einem Lazarett in Jugoslawien. Sein Bettnachbar schrieb gerade einen Brief an seine Nichte in Ostendorf in Norddeutschland. «Häng doch einen Gruß von mir an», sagte scherzhaft Karl Forstmaier - nicht ahnend, dass dies der Beginn einer wunderbaren Brieffreundschaft und einer Partnerschaft auf Lebzeiten sein sollte.

«Im Dezember 1948 wurde ich aus der Gefangenschaft entlassen und im März stand ich dann meinem blonden Glück gegenüber», erinnert sich der Jubilar an die erste Begegnung mit seiner damaligen Brieffreundin. «Alles fügte sich ineinander und die Heirat war keine Frage», fügt Käte Forstmaier an.

Ein Arbeitsplatz für Karl im «Gusswerk Waltenhofen» war der Auslöser für den Umzug 1951 nach Kempten. Da kam auch Tochter Renate zur Welt. Zwei Jahre später wurde Tochter Sonja und 1957 Sohn Karl-Heinz geboren.

Karl Forstmaier hatte zwischenzeitlich einen Arbeitsplatz im «Schmelzwerk» und war von 1956 an bis zur Rente bei der Bundesbahn als Gleisbauarbeiter beschäftigt. Käte war zunächst Büglerin, arbeitete dann im «Haus der Milchwirtschaft» im Labor.

«Zwangsläufig haben Sie sicher auch schwere Strecken miteinander gehen müssen und dürfen heute den Lohn dieser Streckenarbeit genießen», freut sich Mayr mit den Eheleuten.

Doch die Frage nach dem «Geheimrezept» für 60 harmonische Ehejahre müssen die beiden noch beantworten und da sind sie sich einig: «Miteinander reden, aufeinander zugehen und mit einer Decke zudecken.»

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