Kaufbeuren / München
Aufzüge am Kaufbeurer Bahnhof sind vorerst nicht geplant

Derzeit tut sich einiges am Bahnhof in Kaufbeuren. Die Deutsche Bahn plant sogar den Neubau eines Empfangsgebäudes. «Dabei sollten auch Aufzüge für ältere oder behinderte Menschen in die Planung einfließen», meint ein AZ-Leser. In Buchloe oder Mindelheim gebe es das bereits. Bahn und Stadt sollten deshalb die Gelegenheit beim Schopf packen und Versäumtes nachholen, so der Leser.

Vorerst kann ihn die DB aber nur vertrösten: «Der barrierefreie Ausbau der Verkehrsstation am Bahnhof Kaufbeuren ist aktuell nicht in der Planung», so eine Bahnsprecherin. Die DB bekomme derzeit rund 30 Millionen Euro vom Staat im Jahr, um Stationen behindertengerecht auszubauen. Doch Priorität hätten zunächst vor allem große Bahnhöfe. Deshalb sollen zunächst sie und die S-Bahn-Stationen in München und Nürnberg ausgebaut werden. «So werden rund 80 Prozent aller Fahrgäste bis 2012 nahezu barrierefrei zum Zug kommen», erklärt die Sprecherin. Zu den Bauplänen in Kaufbeuren kann sie nicht viel sagen: «Wir stehen im Dialog mit der Stadt.» Doch zum momentanen Zeitpunkt könnten noch keine Detailplanungen erläutert werden.

Die Stadt macht zwar geltend, dass Aufzüge für behinderte und ältere Menschen am Bahnhof schon lange ein Thema sind. «Aber der Bahnhof ist Sache der DB, da haben wir keinen Zugriff», berichtet Baureferatsleiter Ralf Baur. Wenngleich die Stadt den Punkt anbringen will, sollte eine Baumaßnahme stattfinden: «Wir sprechen derzeit noch darüber, ob etwas umgebaut wird. Danach können wir über das Wie sprechen», so Baur.

Gesetzliche Vorgaben

Falls der Neubau dann kommt, müsse wegen der Bayerischer Bauordnung das Empfangsgebäude dementsprechend ausgerüstet werden: «Bauliche Anlagen, die öffentlich zugänglich sind, müssen in den dem allgemeinen Besucherverkehr dienenden Teilen von Menschen mit Behinderung, alten Menschen und Personen mit Kleinkindern barrierefrei erreicht und ohne fremde Hilfe in der allgemein üblichen Weise zweckentsprechend genutzt werden können», heißt es im Gesetzestext.

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