Aufwändige Tracht geschenkt bekommen

Neue Ausstellungsstücke im Lindenberger Hutmuseum Lindenberg (bil). Eine Schaufensterpuppe in original Bregenzerwälder Tracht, natürlich gut 'behütet'. Das ist das Schmuckstück der neuen Ausstellungsobjekte im Lindenberger Hutmuseum. Vergangenes Jahr haben das einzige Hutmuseum Bayerns 4500 Menschen besucht, erklärt dessen Leiter Manfred Röhrl in seinem Jahresrückblick.

Allein am Huttag sahen sich 1500 Besucher die Ausstellungsräume im Brennterwinkel an, so Röhrl. Er berichtet, dass im Jahr zuvor 500 Besucher mehr gezählt wurden. An was das liegt, kann sich der Museumsleiter und Maler nicht erklären. Den Löwenanteil der Gäste machen seinen Angaben zufolge Gruppen wie der Frauenbund oder andere Vereine mit großem Damenanteil aus. Oftmals seien auch Schüler zu Besuch, die anschaulichen Geschichtsunterricht bekommen. Neuer Bügeleisenofen Unter den Exponaten, die im vergangenen Jahr neu hinzukamen, freut Röhrl besonders die wertvolle Bregenzerwälder Tracht. 'Die hat uns eine Lindenbergerin geschenkt, deren Mutter darin geheiratet hat', so der Museumsleiter. Zu der Tracht habe man früher entweder eine wärmende Spitzkappe oder einen luftigeren Strohhut getragen. Wer ohne Kopfbedeckung in die Kirche oder außerhalb des Ortes ging, sei bis 1750 sogar bestraft worden, erzählt Röhrl. Aus der Zeit vor dem elektrischen Strom stammt ein 'neuer' Bügeleisenofen von 1850. Auf ihm seien die Eisen zum Bügeln der Ränder und Bänder erhitzt worden. Neu ist auch ein beiges 'Souvenierkäppchen', das über und über mit Ansteckern verschiedener Orte bedeckt ist - ein Sammlerstück für Buben, dass Röhrl noch aus seiner eigenen Kindheit kennt. Das kommende Jahr steht ihm zufolge im Zeichen der Inventarisierung der Ausstellungsobjekte. Jedes Stück soll fotografiert, durchnummeriert und katalogisiert werden. Dazu sei man aber noch auf der Suche nach einer geeigneten wissenschaftlichen Kraft, sagt Röhrl. Fotoausstellung im Mai Der Huttag mit Wahl der neuen Hutkönigin ist für den 16. Mai geplant. Das Museum wird im Mai im 'Löwen'-Foyer auch eine dreiwöchige Fotoausstellung unter dem Titel 'Hutzentrum Westallgäu' zeigen. Für den Herbst bereitet das Hutmuseum in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv außerdem eine Ausstellung über den Lindenberger Prof. Anton Fehr vor (1881-1954). Der Todestag des Wirtschaftsministers der Weimarer Republik jährt sich heuer zum 50. Mal.

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