Buchloe / Jengen
«Auf Qualität achten»

ur Leistungsprüfung, Zucht, Besamung und Vermarktung informierte Helmut Königsperger vom Landwirtschaftsamt bei der Jahresversammlung der Viehzuchtgenossenschaft (VZG) Buchloe, Jengen, Lamerdingen. Er gab die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung und der Viehzählung bekannt (Stand vom September 2009): In 17 Buchloer Betrieben (ohne Honsolgen) stehen 855 Kühe. In Jengen (ohne Eurishofen) sind es 31 Betriebe mit 1277 Kühen, in Lamerdingen sind in 39 Betrieben 1599 weibliche Tiere aufgestallt. Die durchschnittliche Milchleistung betrage in Buchloe 7404 Kilogramm. Die Milchkühe in Jengen gaben im Berichtsjahr durchschnittlich 7755 Kilogramm Milch. In Lamerdingen lag der Durchschnitt bei 7491 Kilogramm. Auch in Sachen höchste Lebensleistung hatte Königsperger Zahlen dabei: Im Bereich der VZG erbrachte die Braunvieh-Kuh «Alex» von Josef Seitz aus Lamerdingen 113973 Kilogramm Milch. Bei «Papsi» von Martin Paule aus Jengen-Ummenhofen waren es 101209 Kilogramm.

Laut Königsperger belieferten die Mitglieder den Markt 2009 mit 90 Zuchttieren und 646 Gebrauchskälbern. Auf das Vermaktungsgeschehen schlage sich die allgemein schlechte agrarpolitische Lage nieder, erklärte Königsperger den Umsatzrückgang. Die Abnahme von Zuchtstieren sei auch nicht mehr so gegeben. Bei einem Durchschnittspreis von 1154 Euro sind von 168 Stück nur 117 Tiere verkauft worden. So habe der Zuchtviehmarkt in Buchloe, bedingt durch den schlechten Milchpreis «Federn lassen» müssen. Wichtig sei, «beim Auftrieb unbedingt auf Qualität zu achten», appellierte er. Zuchtkälber erlangten trotz guter Abstammung nicht immer die erhofften Preise. Wie sich in Zukunft die nun freiwillige Impfung bei der Blauzungenkrankheit auf den Export auswirke, müsse abgewartet werden. Königsperger stellte das neu geplante internationale Projekt zur Entwicklung einer genomischen Zuchtauswahl «Interbull» vor.

Erste Ergebnisse seien erst Anfang 2011 zu erwarten. Geschäftsführer Josef Seitz gab den positiven Finanzbericht ab.

Viel Aufmerksamkeit schenkten die anwesenden Landwirte dem Vortrag von Johann Miller zum Thema «Freude am Beruf - auch in Krisenzeiten». Mit Hinblick auf den ausgezahlten Milchpreis gab Miller zahlreiche Denkanstöße, die derzeit widrigen Umstände durchzustehen. Vor allem solle man durch Umdenken den Ausstieg aus der «Opferrolle» finden und den schlechten Ertrag als Botschaft sehen.

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