Scheidegg
Auf die Uraufführung folgt die Premiere

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Simon Holderied ist ein kreativer «Hans Dampf in allen musikalischen Gassen», denn der Dirigent der Musikkapelle Scheidegg hat beim Jahreskonzert am ersten Weihnachtsfeiertag seine Musiker ein weites stilistisches Feld beackern lassen. Die mehr als 60 Musiker und Musikerinnen leisteten beim Spiel ihrer Instrumente ganze Arbeit - sowohl bei böhmisch-mährischer Musik als auch bei modernen Arrangements. Durch das Programm führten Birgit Achberger und Raphaela Kinzelmann.

In das Orchester fügten sich auch die Debütanten sicher ein: Simon Brinz (Schlagzeug), Tanja Rupp, Michaela Baldauf (beide Klarinette), Pius Bernhard (Tuba), Ralf Reichart, Marcel Rupp und Martin Heckmann (alle Trompete). Höhepunkt des Abends im fast voll besetzten Kurhaus-Saal war die öffentliche Premiere des Auftragsstücks «Anno 1809 - Verläufe». Das von Robert Fink anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Musikkapelle komponierte Werk war beim Festakt des Bezirksmusikfestes im April zwar schon uraufgeführt worden - damals aber nur vor geladenen Gästen.

Jetzt also wurde die Jubiläumskomposition zum zweiten Mal gespielt und dabei erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. «Ich denke, wir haben das Stück für das Weihnachtskonzert noch besser verinnerlicht als beim Festakt», freute sich Dirigent Simon Holderied über die begeisterten Publikumsreaktionen. Und auch Komponist Robert Fink bestätigte: «Die Musiker sind in das Stück hineingewachsen.»

Dabei stahl die Jubiläumskomposition den anderen Arrangements keineswegs die Schau. Jacob de Haans Ouvertüre für Blasorchester «Ross Roy» hatte packende Rhythmuswechsel ebenso zu bieten wie abwechslungsreiche, sinfonische Elemente aus der orientalischen Musikwelt. Auch Johann Baptist Strauß´ Schnellpolka «Unter Blitz und Donner» bediente durch mächtige Trommel- und Beckenschläge den Publikumsgeschmack.

Bei Takamasa Sakais heiterem Musikstück «Applause!» übernahm Schlagwerker Dominik Peter auf dem Xylophon die Führung des Orchesters.

Auch im Trubel eines Jubiläumsjahres und eines Bezirksmusikfestes haben Simon Holderied und seine Musikertruppe noch Zeit gefunden, ihrem Publikum ein niveauvolles, musikalisches Weihnachtsgeschenk zu präsentieren.

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