Kempten
Auch nach Weihnachten sollen die Kassen klingeln

Nach dem Weihnachtsgeschäft reiben sich viele Händler vergnügt die Hände: Hinter ihnen liegt ein Dezember, der die Erwartungen weit übertroffen hat und im Vergleich zum Vorjahr sogar häufig ein Plus in die Kassen spülte. Und vor ihnen liegen Tage, die viele Kunden nicht nur zum unvermeidlichen Umtausch, sondern auch zum Ausgeben von Geldgeschenken in die Geschäfte treibt. Ihr Vorteil: Schon locken kräftige Preisreduzierungen.

Weil die Feiertage und der gestrige Sonntag drei einkaufsfreie Tage bescherten, gings im Lebensmittelhandel vor dem Fest besonders stürmisch zu. Doch die meisten Supermärkte und Einzelhändler waren gut gerüstet, öffneten viele Kassen und holten sich mehr Verkäufer als an «normalen» Werktagen ins Geschäft. Die Parkplatzsuche in der Innenstadt war zwar zu Spitzenzeiten mühsam, das Forum-Parkhaus war oft bis zum letzten Platz gefüllt, und auch zum Bezahlen musste bisweilen mehr Zeit als üblich aufgewendet werden. Doch nicht nur bei Mode und Sport Reischmann ist das Personal auf den Ausnahmezustand im Dezember vorbereitet und nutzt für den Urlaub andere Monate.

Besonders erfreut ist Reischmann-Hausgeschäftsleiter Mike Mattern, dass ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr nicht nur den Absatz ankurbelte. Die Kunden griffen nach seinen Beobachtungen auch zu besonders hochwertigen Artikeln. Der Schnee- und Kälteeinbruch nach dem warmen Dezemberbeginn bescherte vor allem der Sportartikelabteilung gute Geschäfte.

Besser als erwartet

Zufrieden mit dem Kundenverhalten ist auch Norbert Michl, Filialleiter bei C & A. Die Geschäfte seien besser gelaufen als es die wirtschaftliche Lage erwarten ließ, zieht er Bilanz über einen Monat mit sehr wechselhaftem Kundenansturm. Erst sei der eher mager ausgefallen, dann aber sprunghaft nach oben gegangen. Besonders gefragt: Strickwaren, Hemden - und alles, was das Herz des Wintersportlers erfreut, vom Handschuh bis zur Thermohose.

«Immer wenn die Stadt voll ist, läufts bei uns gut», sagt Michl - und wünscht sich das auch für die Werktage bis Heilig-Drei-König.

Fast bis zur letzten Minute der Öffnungszeiten an Heiligabend gings im Elektrohandel rund. Ob Computer, LCD-Fernsehgeräte, Wasch- oder Kaffeemaschinen - bei der Saturn Elektro-Handelsgesellschaft zum Beispiel liefen die Geschäfte noch besser als im Vorjahr. Geschäftsführer Rudolf Schnatterer erklärt sich das Kaufinteresse auch mit Kunden, die wegen der Bankenkrise ihr Geld lieber in sichere Werte wie Luxusgeräte investieren als auf dem Konto zu lassen.

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