Auch in Zukunft wenig Besserung zu erwarten

Fuchstal (hoe). - Nur noch ein paar Minuten benötigten die Fuchstaler Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Zusammenkunft zur Verabschiedung des Haushalts. Vorberaten worden war der Inhalt bereits vor zwei Wochen in einer Marathonsitzung. Der Etat für das Jahr 2004 umfasst insgesamt etwa 6,4 Millionen Euro. Dieser Vorlage stimmten die Räte ausnahmslos zu. Wie bereits berichtet, können wie auch in vielen anderen Kommunen die insgesamt 3,3 Millionen Euro an laufenden Ausgaben im Verwaltungshaushalt nicht mehr aus Steuern und Gebühren finanziert werden. Ein Fehlbetrag von 430000 Euro muss deshalb aus dem Vermögenshaushalt und damit aus der Kreditaufnahme fließen. Im Vorjahr war dieses Minus nur halb so hoch ausgefallen, die Finanzplanung bis 2007 lässt jedoch keine Besserung der Situation erwarten. Mit verursacht wurde die Entwicklung durch erhöhte Zahlungen an die Zweckverbände. Die Ausgaben für den Schulverband stiegen um 70000 Euro auf 300000 Euro, für die Verwaltungsgemeinschaft sind 50000 Euro mehr, nämlich nun 370000 Euro aufzuwenden. Etwa um sieben Prozent gesunken ist hingegen die Kreisumlage. Besonders nachteilig wirkt sich eine kräftige Verringerung der Einnahmen aus der Gewerbesteuer aus.

Statt den 300000 Euro im Vorjahr werden nur noch 170 000 Euro erwartet. Nahezu unverändert blieben hingegen der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (960000 Euro) und die Schlüsselzuweisung vom Land (312000 Euro). Um den Vermögenshaushalt mit 3,1 Millionen Euro abzugleichen, wird eine Neuverschuldung von knapp 1,1 Millionen Euro erforderlich. Auch in den kommenden Jahren muss nach dem derzeitigen Stand jeweils etwa eine halbe Million Euro aufgenommen werden, vorrangig um das Defizit im Verwaltungshaushalt auszugleichen. Fast eine Million Euro sind für den Anbau an das Hauptschulgebäude erforderlich. Mit staatlichen Zuschüssen für dieses Projekt kann man frühestens 2005 rechnen. 190000 Euro muss die Gemeinde über den Abwasserzweckverband zur Ertüchtigung der Kläranlage in Landsberg beisteuern. 140 000 Euro werden für den Grundstückserwerb bereitgestellt. 55000 Euro fließen als Zuschuss für die Renovierung der Kirchenmauer in Leeder und 42000 Euro kostet das Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Leeder. Der Verkauf zweier Gemeindehäuser in Leeder und Seestall soll 400000 Euro bringen. 280000 Euro erwartet man nach vorsichtiger Schätzung aus dem Verkauf von unbebauten Grundstücken. Knapp 600000 Euro sollen die Bürger für Straßenerschließung und Herstellung von Wasser- und Abwasseranschlüssen zum Haushalt beisteuern. Etwa 250000 Euro leistet der Staat als Zuschüsse zu den in den Vorjahren getätigten Investitionen.

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