Auch bei Blitz, Donner und Hagel erfolgreich

Scheidegger Reichart und Mellert bei Skimarathon gut platziert Scheidegg (irv). Die Vorbereitung auf die Saison geht er gewöhnlich gelassen an. Erst im September stellt sich der Scheidegger Hans-Werner Reichart täglich auf seine Skiroller. Wegen dem Spaß, wie der Skimarathon-Läufer sagt. Die Lust vergehe ihm nämlich, wenn er zu lange 'auf dem Trockenen' trainiert. Trotzdem hat Reichart, der in der klassischen Technik startet, in dieser Saison schon Erfolge gehamstert. Ebenso sein Team-Kollege Michael Mellert, der seine Herausforderung im Skaten sucht.

Was das Roller-Training für Reichart, ist für Mellert das Mountainbiken im Sommer. Eine spezielle Vorbereitung brauche er nicht. 'Bei den Mountainbike-Rennen bekommt man eine gewisse Grundkondition', sagt Mellert. Zudem bleibe neben dem Beruf nicht allzu viel Zeit, so der Industriekaufmann.'Gewöhnlich', so Mellert, kämen die beiden Westallgäuer nach dem ersten Rennen auf die Erfolgsspur. Zweimal lief Reichart in diesem Jahr schon knapp am Sieg vorbei: Beim Schwarzwälder Skimarathon über 15 Kilometer und beim internationalen Tiroler Skimarathon (20 Kilometer) wurde er jeweils Zweiter. Kopfschüttelnd denkt Reichart dabei an das Rennen im Schwarzwald. 'Das Wetter war wie beim Weltuntergang', erklärt er, warum die Veranstalter von der geplanten 60-Kilometer-Strecke in Schonach auf 15 verkürzt hatten. 'Blitz, Donner und Hagel - wir hatten alles auf einmal', sagt der 33-Jährige. Durchgehalten hat er trotzdem, obwohl man da 'normal keinen Hund raus schicken würde' (Reichart). Das Wochenende davor war der Informatiker beim internationalen König-Ludwig-Lauf gestartet und mit Platz 22 als erster Deutscher nach 50 Kilometern ins Ziel gekommen. 'Damit bin ich sehr zufrieden. Die Läufer vor mir waren fast alle Profis', kommentiert Reichart. Beim Ski-Trail im Tannheimer Tal sicherte sich Reichart den achten Gesamtrang. Über sein 'Streichergebnis', wie der Läufer seinen 15. Platz beim Dolomiten-Rennen nennt, spricht er nicht so gern: 'Die Ski waren nix und ich auch nicht. Es war einfach nicht mein Tag.'Während Michael Mellert beim Ski-Trail im Tannheimer Tal als Vierter nur knapp den Stockerl-Platz verpasste, lief es für ihn beim König-Ludwig-Lauf nicht so glatt. 'Der Ski-Trail der Vorwoche steckte mir noch in den Gliedern', so Mellert. 'Ich wollte schon aufhören, dann hab´ ich mich aber doch noch ins Ziel gezwungen', so der 23-Jährige. Auch beim Dolomiten-Lauf trumpfte Mellert mit Rang 22 auf, unter den ersten zehn fanden sich nur Weltcup-Läufer. Bis Mitte März will Reichart noch jedes Wochenende ein Rennen bestreiten. Höhepunkt ist dabei der Wasa-Lauf in Schweden. Mellert dagegen will dann nichts mehr vom Winter wissen. Im März will er seinem Team-Kollegen aus dem warmen Gran Canaria bei der Vorbereitung auf die Mountainbike-Saison die Daumen drücken.

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