Attraktive Bauplätze ebnen Weg in die Zukunft

Ronsberg (db). - Der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsschutzplan ist auch für den Markt Ronsberg ein wichtiges Instrument für die Zukunftsentwicklung des Ortes, besonders bei der Bauleitplanung für die nächsten 15 bis 20 Jahre, erklärte Bürgermeister Gerhard Kraus. Daher ließ die Verwaltung das Ingenieurbüro Dietz-Hofmann einen neuen Planentwurf ausarbeiten und untersuchen, ob die ursprünglich vorgesehene Nutzung der Flächen heute noch stimmt, oder ob sie in bestimmten Bereichen geändert werden muss. In der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterten die Ingenieure Hofmann und Buschmann dem Marktrat ihren Entwurf und diskutierten mit den Plenumsmitgliedern deren Änderungswünsche. Weil das Günztal im Bereich des Marktes Ronsberg sehr schmal sei, so das Gemeindeoberhaupt, sei bei der Planung neuer Baugebiete bei der gestalterischen Note viel Kreativität gefordert. Bevor aber neue Baugebiete erschlossen werden, sollten erst einmal die vorhandenen Baulücken geschlossen werden, schlug Ingenieur Hofmann vor. Auch müsse bei einer weiteren Bebauung die natürliche Landschaftsstruktur mit einbezogen werden. Ebenso sei die Nähe des relativ großen Industriegeländes zu beachten, damit keine gegenseitigen Störungen entstünden. Für den Land schafts- und Naturschutz sei es notwendig, großzügige Grünflächen dazwischen zu belassen, damit Ausgleichsflächen für die Eingriffe durch die Bebauung geschaffen werden, führte Hofmann bei seinen Erläuterungen zu seinem Planentwurf aus. Um den gewünschten Einwohnerzuwachs erreichen zu können, so die beiden Planer, müssten weitere attraktive Wohnmöglichkeiten geschaffen werden. Gedacht sei dabei an eine 9,8 Hektar große Fläche beim Kappelhof auf der westlichen Höhe. Sie stelle ihrer Meinung nach eine Zukunftsperspektive dar, da sonst kaum noch Möglichkeiten für größere Baugebiete gegeben seien.

Einige Ratsmitglieder sahen das Gebiet für eine Bebauung aber nicht als realistisch an, da es zu weit vom Ortskern entfernt sei. Besser geeignet fanden sie das Gelände am nördlichen Osthang des Günztales, das sich von der Neuenrieder Straße bis zum Sportplatz erstreckt. Auch könnte dann der Transportverkehr von und zur Firma Huhtamaki über die dann neu entstehende Straße problemloser erfolgen. Das einmal vorgesehene Baugebiet 'Im Brühl' im Norden des Ortes kann nicht genutzt werden, da es im Überschwemmungsbereich der Günz liegt. Das Gelände südlich des Bauhofes wird als Baugebiet in der Planung belassen, über die genaue Ausdehnung des an sich kleinen Gebietes wird nach einer Ortsbesichtigung entschieden. Während einige Markträte meinten, die Zufahrt zu diesem Gelände sei kritisch, die Belastung für die Anlieger zu hoch, sprachen sich andere dafür aus, das Gebiet auszuweiten, so weit es gehe, damit sich eine Bebauung auch lohne. Schließlich gehörten die Grundstücke bereits der Gemeinde. Auch ist eine Erweiterung des Wohnbaugebietes 'Am Haselbach' gedacht und im Ortskern sind einige 'Abrundungen' vorgesehen. Das Ingenieurbüro zog auch eine Tiefgarage unter dem Marktplatz in Betracht. Das Gebiet um den Skilift will man auch weiterhin als Sportgelände im Plan belassen, das Kappelhof-Gelände aber nur als Ausblick für eine fernere Zukunft vorsehen. Diskussionen gab es noch um die Ausweisung eines kleineren Industriegeländes südlich des Feuerwehrhauses. Doch dieses befanden die Planer als viel zu schmal, bei einer Ausdehnung käme es in den Überschwemmungsbereich der Günz zu liegen. Die endgültige Fassung des Flächennutzungsplanes wird der Ronsberger Marktrat nach entsprechenden Ortsbesichtigungen mit den zuständigen Vertretern des Landratsamtes beschließen.

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