Areal ist zu wertvoll für Wohnmobil-Camp

Oberstdorf (pts). Im Rats-Bauausschuss von Oberstdorf trauern manche Bürgerschaftsvertreter offensichtlich fallen gelassenen privaten Absichten für ein Tagungshotel hinterher. Die Weichen werden inzwischen anders gestellt. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Baufirma Wilhelm Geiger Gmb H & Co KG soll stattdessen das jetzige Provisorium eines Wohnwagen-Abstellplatzes zu einer Dauereinrichtung werden, mit Änderung der bestehenden Grundlagenplanung. Vier Räte versagten dem Gesuch deshalb ihre Unterstützung. Seit Mitte der 90-er Jahre tummeln sich auf dem Areal in der Hermann-von-Barth-Straße Caravans und Wohnmobile von Oberstdorfer Urlaubern. Die Anlage hat indes nie das Stadium des Provisoriums verlassen, weil auf dem Terrain eigentlich ein Tagungshotel entstehen sollte. Der relativ ungeordnete Zustand des Wohnwagen-Camps war nicht nur mehrfach vom Rathaus moniert worden. Im vergangenen Jahr gipfelte die Unzufriedenheit mit dem zentrumsnahen Platz-Zustand in einer Nachbarschafts-Petition an den Landtag.

Darin enthalten laut einer Sitzungsvorlage für die jetzige Ausschuss-Zusammenkunft: eine Androhung, die bestehende Nutzung wegen der fehlenden baurechtlichen Genehmigung verbieten zu lassen. Jetzt wurde ein Bauantrag eingereicht, der mit seinen 130 geordneten Stellplätzen allerdings eine Abkehr von dem Hotel vorsieht. Damit wird das Wohnmobil-Areal zementiert, obwohl es mittlerweile eine zweite touristische Anlage dieser Art mit Namen Rubi-Camp an der Kreisstraße nach Schöllang gibt. Folglich müssen der Flächennutzungsplan und der bestehende Bebauungsplan geändert werden. Tagungshotel später einmal?Genau diese Festlegung missfielen unter anderem CSU-Gemeinderat Toni Huber und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Ralf Ecke. Das ist ein bauplanerischer Fehler, hielt Ecke fest. Er stuftt das Areal als viel zu wertvoll ein, als dass man auf Dauer einen solchen Anblick von Caravans hinnehmen sollte. Hingegen sprach Bürgermeister Thomas Müller von einem Kompromiss angesichts des Urlauber-Booms mit Ferienquartieren auf Rädern. Vielleicht komme es eines Tages doch noch zu der gewünschten Hotelansiedlung, wenn sich denn nur ein Investor fände.

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