Arbeitslosenzahl geht deutlich zurück

Memmingen/Unterallgäu (maj). - Einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai meldet die Memminger Agentur für Arbeit. In ihrem Zuständigkeitsbereich, dem bayerischen Teil der Region Donau-Iller, sank im vergangenen Monat die Erwerbslosenquote von 6,2 auf 5,8 Prozent. Das heißt: Ende Mai waren bei der Memminger Arbeitsagentur insgesamt 14175 Menschen ohne Arbeit gemeldet. Das waren 865 weniger als noch im Monat zuvor. Im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote im Mai bei 6,0 Prozent. Im Raum Memmingen hat die Agentur für Arbeit im Mai 3143 Erwerbslose registriert. Das sind 5,4 Prozent aller zivilen Erwerbspersonen. Zum Vergleich: Im Vormonat waren es noch 3462 Männer und Frauen, was einer Quote von 5,9 Prozent entsprach. Neben den Bereichen Illertissen, Günzburg und Neu-Ulm ist die Memminger Arbeits-Agentur auch für den Raum Mindelheim zuständig.

Im Monat Mai bot sich hier folgendes Bild: 1801 Menschen waren arbeitslos gemeldet, die Quote betrug 5,3 Prozent. Im April waren es noch 2035 Männer und Frauen, also 6,0 Prozent. 'Auf Grund der späten Osterfeiertage verschoben zahlreiche von Saison und Jahreszeit abhängigen Betriebe ihre Wiedereinstellungen in den Monat Mai', erläutert Peter Rasmussen, Leiter der Memminger Agentur für Arbeit. Deshalb sei der Abbau der Arbeitslosigkeit in seinem Zuständigkeitsbereich umfangreicher ausgefallen als erwartet. Wie schon im Monat zuvor warnt der Agentur-Chef jedoch vor verfrühter Euphorie: 'Fehlender Optimismus, Unsicherheiten über die weitere Entwicklung und zu wenig konjunkturelle Impulse verhindern eine durchgreifende Besserung am Markt', betont Rasmussen. Vor allem diese 'ungünstigen Indikatoren' schlagen sich laut Rasmussen vor allem auf die Entwicklung des Stellenmarktes nieder. So habe die Kräfte-Nachfrage im vergangenen Monat im gesamten Zuständigkeitsbereich auch den niedrigsten Wert seit 20 Jahren erreicht. Auch die Anzahl der neugemeldeten Arbeitslosen bleibe unverändert hoch. Hier stünden den insgesamt 2200 neuen Arbeitslos-Meldungen lediglich 705 neue Stellenangebote gegenüber. Zum Monatsende hin sei der noch verfügbare Bestand an freien Stellen weiter gesunken. Mit 1450 Angeboten sei hier der niedrigste Mai-Wert seit 15 Jahren gemessen worden, so Rasmussen. Für viele Bewerber werde es daher zunehmend schwieriger, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

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