Dietmannsried
«Ansporn zum Weitermachen»

Ist ein Neujahrsempfang noch zeitgemäß? Die in Dietmannsried Eingeladenen meinen «ja». «Da erkennt man einmal, wie viele Personen aktiv sind und das Gemeinwesen am Laufen halten,» sagt beispielsweise Pfarrgemeinderat Jakob Wilhelm. Büchereileiterin Brunhilde Kustermann sieht die Einladung des Bürgermeisters in die Dietmannsrieder Festhalle als «Ansporn zum Weitermachen» und empfindet ein «Wir-Gefühl». Katja Zweig vom Seniorenteam freut sich über die «öffentliche Anerkennung fürs Engagement».

180 Einladungen hat Bürgermeister Hans-Peter Koch verschickt und betont in seiner kurzen Ansprache: «Ehrenamtliche sind Stützen für unser Gemeinwesen, wir können nicht darauf verzichten.» Rund 80 Vereine gebe es in der Gemeinde, mehrere hundert Personen seien unentgeltlich fürs Gemeinwohl tätig.

Manchmal 30 Stunden im Monat

Beispielsweise Dietmannsrieds Feuerwehrkommandant Harald Bastian. Monatlich kann er ehrenamtlich schon mal 30 Stunden unterwegs sein. «Da braucht man eine verständnisvolle Frau, sonst geht es nicht.» Technische Hilfeleistungen stünden bei den Feuerwehreinsätzen in Dietmannsried ganz oben an.

Das bedeutet, sowohl bei schweren Unfällen auf der Autobahn oder auch bei Selbstmorden auf Bahngleisen (was immer mal wieder vorkomme) sind die Helfer in Uniform zur Stelle, sichern Unfallstellen ab, bergen Verletzte. Das bringe manche psychische Belastung mit sich.

Sein Geschick als Schreiner und Zimmermann bringt Jakob Wilhelm in sein Engagement mit ein. Er schaut um Gottes Lohn um die Kirche herum nach dem Rechten, repariert auch Spielzeug, das im Kindergarten kaputt geht. Jakob Wilhelm: «Ich bin der Meinung, es sollte Leute geben, die so etwas machen, ansonsten kann eine Gemeinde bald einpacken.»

Dorfgedächtnis bewahren

Remig Rauch aus Schrattenbach kümmert sich wiederum um die Ortsgeschichte. Ältestes von ihm bewahrtes Dokument ist ein «Felderbeschrieb» über Gehöfte aus dem Jahr 1711. Er möchte «das Gedächtnis des Dorfes bewahren,» begündet Rauch sein Engagement.

In lockerer Atmosphäre kommen die Eingeladenen ins Plaudern. Ein kurzer Film von Werner Richter, Harry Westermaier und Hermann Müller zeigt einige Höhepunkte aus dem Jahr 2009. Nachdem der Bürgermeister auf ein schwieriges 2010 einstimmt, lädt Benjamin Kaiser von der Jugendleiterrunde zu einem Seifenkistenrennen an Pfingstmontag in Schrattenbach ein.

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