Anregende Architektur

Kempten | mdu | Schon erstaunlich wie stark die Allgäuer Architektur beim Thomas-Wechs-Preis 2006, dem Architekturpreis für Schwaben des Bundes deutscher Architekten (BDA), Kreisverband Augsburg-Schwaben, vertreten war: Drei von vier Preisträgern und vier von insgesamt elf prämierten Bauten stammen aus der Region. Das Architekturforum Kempten hat die BDA-Wanderausstellung zum Thomas-Wechs-Preis 2006 nach Kempten geholt. Bis zum 8. Februar sind in der Kunsthalle Kempten rund 30 richtungsweisende regionale neue Bauwerke zu sehen.

'Sich mit Architektur zu beschäftigen, ist immer ein Gewinn', meinte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer bei der Eröffnung der Ausstellung. In der Tat. Vielgestaltig und unterschiedlich sind die gezeigten Projekte, die vom Einfamilien-Passivhaus in Buchloe über eine ausgezeichnete Ausstellungshalle (Baufritz Erkheim), die Sanierung des Geburtshauses von Leopold Mozart (Augsburg), den Neubau der Fachober- und Berufsschule Memmingen bis hin zu einer modernen Baugebietsgestaltung (Kesselberg Kaufbeuren) reicht.

Auf informativen Schautafeln werden die Anforderungen der Bauherrn und die Umsetzungen der Architekten erläutert, werden verschiedene Ansichten fotografisch oder mittels Skizzen präsentiert. Einige Bauten wurden beispielsweise auch den topographischen Besonderheiten angepasst. 'Bei anderen wurden neuartige Materialien verwendet', erläuterte Jörg Heiler, stellvertretender BDA-Kreisvorsitzender.

'Eine konsequente Antwort'

Die Grundidee des Entwurfs für das mit einem Preis versehene 'Haus Maucher' in Kempten, war etwa das Hofhaus. Die Umsetzung durch das Kemptener Architekturbüro Maucher und Höß als massives Holzhaus mit naturbelassener Tannenschalung fand bei der Jury großes Lob: 'Das dreiseitig geschlossene Ensemble aus Haupthaus, Nebengebäude und verbindender Wandscheibe stellt eine konsequente Antwort auf die Dichte des umliegenden Neubaugebiets dar.'

Keine Frage, ein konzentrierter Rundgang durch die sehenswerte Ausstellung lohnt sich, weil er den Blick weitet, für Formen, Farben und Funktionen und zum Dialog und zur Diskussion. Im zweijährigen Turnus wird der Thomas-Wechs-Preis vergeben, das nächste Mal voraussichtlich im Mai.

Öffnungszeiten der Ausstellung (bis 8. Februar): Montag bis Freitag jeweils von 14 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

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