Weitnau-Seltmans
Anpacken fürs Freibad Seltmans

Kann das Freibad in Seltmans durch «Handarbeit» der Weitnauer gerettet werden? Ein Arbeitskreis soll diese Frage klären. So lautete das Ergebnis einer Bürgerinformation am Donnerstagabend im Dorfsaal Sibratshofen. «Es ist ein Fehler ein bestehendes Freibad zu schließen», brachte Klaus Hiemer die Meinung von über 1300 Weitnauern auf den Punkt. So viele Bürger hatten mit ihrer Unterschrift ein Zeichen für den Erhalt des Bads gesetzt. «Das Freibad ist eine Begegnungsstätte für Jung und Alt», argumentierte Heinrich Bausch vor den etwa 110 Zuhörern.

l Der Hintergrund Die Gemeinde muss aufgrund ihrer prekären finanziellen Lage in Erwägung ziehen, das Bad zu schließen. Konkret geht es laut Bürgermeister Alexander Streicher um etwa 25000 Euro für eine neue Filteranlage und neue Rohre. Auf Dauer müsse das Bad aber generalsaniert werden. Denn es entspricht nicht der aktuellen Norm. Streicher rechnet dafür mit Kosten von circa einer Million Euro. Allerdings wäre sogar eine Schließung problematisch, da der Markt in dem Fall 68000 Euro staatliche Fördermittel zurückzahlen müsste.

l Die Diskussion Zahlreiche Bürger bezweifelten, dass die Kosten für eine Sanierung tatsächlich so hoch sein würden. Auf Nachfrage erläuterte Streicher, dass er in anderen Gemeinden Informationen eingeholt habe. «Auch da waren die Kosten der Schwimmbadsanierung horrend hoch.

» Der Bürgermeister unterstrich aber, dass das Gesundheitsamt das Bad in Seltmans nicht schließen werde, solange die Wasserqualität in Ordnung ist. Eine umfangreiche Sanierung könne noch warten, nicht aber der Austausch der Filteranlage und Rohre.

Eine Bürgerin meinte daraufhin, wenn das Bad nicht mehr zu halten sei, müsse auch auf die Langlaufloipe verzichtet werden. Andere Diskussionsteilnehmer kritisierten, dass die Gemeinde Geld für den Carl-Hirnbeinweg und für einen Aussichtsturm habe, nicht aber für den Erhalt des Bads.

l Wie es weitergehen soll Dem Arbeitskreis sollen acht bis zehn Bürger angehören. Federführend wird sich Klaus Hiemer darum kümmern. Die Bürger wollen die Angebote überprüfen und herausfinden, ob es eine günstigere Alternative gibt. Außerdem wollen sie die Kosten durch Eigenleistungen reduzieren und Spenden sammeln.

Für einen weiteren Vorschlag kassierte Werner Ruf Applaus. «Wie kann man die Attraktivität des Bads steigern?», fragte er in die Runde. Ruf selbst könnte sich Grillabende, Konzerte und andere Veranstaltungen vorstellen.

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