Anlage alarmierte rechtzeitig

Von Stefanie Dodel, Markt Rettenbach - Zum ersten Mal bewährt hat sich in der vergangenen Woche eine Hochwasser-Meldeanlage, die die Gemeinde Markt Rettenbach im letzten Jahr am Kanaleingang des Rotmoos-Baches installiert hatte. 'Es ist sehr beruhigend, dass die Anlage so gut funktioniert', sagt Bürgermeister Alfons Weber. Zum Schutz vor ähnlichen Überschwemmungen wie im Jahr 2002 plant die Gemeinde, zudem drei Schutzdämme zu errichten. Kurz vor der Gemeinde wird der Rotmoos-Bach verrohrt und unterirdisch weitergeleitet. Beim Hochwasser im Sommer 2002 kam es unter anderem zu den heftigen Überschwemmungen, weil dieser Kanal die Wassermassen nicht mehr bewältigen konnte. Mitte 2003 war daraufhin eine Hochwasser-Meldeanlage am Rechen am Kanaleingang installiert worden. Sobald der Wasserstand auf drei Viertel des Rohres ansteigt, wird seitdem ein Alarm ausgelöst. Über eine Rundruf-Anlage werden daraufhin der örtliche Feuerwehr-Kommandant, Bauhof-Mitarbeiter und der direkte Anlieger verständigt. Eine halbe Stunde bleibe dann noch Zeit, um Schutzmaßnahmen einzuleiten, sagt Klaus Fröhlich, Verwaltungsleiter der Gemeinde Markt Rettenbach. In der vergangenen Woche hatte sich die Anlage nach den starken Regenfällen und Sturmböen in der Nacht von Montag auf Dienstag zum ersten Mal bewährt.

'Bestens geklappt' Kurz nach der Meldung seien die alarmierten Personen vor Ort gewesen, sagt der Markt Rettenbacher Feuerwehr-Kommandant Magnus Fiener. Sie hätten sofort Äste aus dem Rechen entfernt, die vom Sturm abgerissen worden waren. 'Alles hat bestens geklappt', sagt Fiener. Innerhalb einer Viertelstunde sei die Überschwemmungsgefahr des benachbarten Anwesens gedämmt gewesen. Er ist sich sicher, dass mit Hilfe der Meldeanlage immer genügend Zeit bleibt, um die Bevölkerung vorzuwarnen und Sandsäcke auszulegen. 'Mit der Meldeanlage ist das Hochwasser-Problem zwar nicht grundsätzlich gelöst, aber es ist beruhigend, dass die frühzeitige Alarmierung klappt', sagt Fröhlich. Zusätzlich plant die Gemeinde, zwei große Schutzdämme mit vier bis fünf Metern Höhe am Rotmoos-Graben in Markt Rettenbach und einen kleineren Damm am Hillenloher Graben und an der Hopfenstraße in Engetried zu errichten. Damit soll das übertretende Wasser im Notfall gezielt abgeleitet werden. Für diese Bauvorhaben sei bereits ein Planfeststellungsverfahren beantragt, so Fröhlich. 'Die in Markt Rettenbach geplanten Dämme sind so ausgelegt, dass sie ein 100-jähriges Hochwasser zurückhalten könnten.'

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