Gericht
Angeklagter kann sich an nichts mehr erinnern

Ausnüchterungszelle unter Wasser gesetzt «Ihre Strafliste reicht fast soweit zurück wie meine Tätigkeit als Richter», sagte dieser in einem Strafverfahren vor dem Amtsgericht zum 58-jährigen Angeklagten. Seine ersten Straftaten hatte der Kaufbeurer Mitte der 1970er Jahre begangen, seine jüngste im vergangenen Juli - wobei damals wie heute offenbar übermäßiger Alkoholgenuss eine entscheidende Rolle spielte.

Im aktuellen Fall war er am späten Nachmittag weitgehend orientierungslos in der Kaufbeurer Innenstadt aufgegriffen worden und hatte anschließend wegen seiner vorsorglichen Unterbringung in einer Ausnüchterungszelle randaliert. Dabei zerriss er einem Beamten das Diensthemd. In der Zelle beschädigte er dann die Notklingel und setzte den Raum schließlich unter Wasser, indem er eine Klopapier-Rolle in die Toilette stopfte. Als er wieder nüchtern war, bedauerte er seinen Ausraster, an den er sich allerdings nicht mehr erinnern konnte. Das Urteil lautete schließlich: Sechs Monate auf Bewährung und 160 Sozialstunden.

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