Anfangs fast überrollt

Von Wolfgang Radeck | Fürstenfeldbruck Nach zuletzt drei Siegen in Folge haben die Bayernliga-Handballer des TSV Ottobeuren das Auswärtsspiel beim TuS Fürstenfeldbruck mit 25:32 (11:17) verloren. Die Entscheidung fiel bereits in der Anfangsphase, als Ottobeuren dem Favoriten überhaupt nicht Paroli bieten konnte.

Die rund 40 mitgereisten TSVO-Fans mussten mit ansehen, wie ihre Lieblinge zu Beginn richtiggehend überrollt wurden. Nach 20 Minuten führte der Favorit mit 15:6 und schien - wie schon im Hinspiel - einem Kantersieg zuzusteuern. Zudem holte sich Achim Wittlinger schon nach sieben (!) Minuten eine rote Karte ab, was sein Team in der Folge einfach nicht mehr kompensieren konnte. 'Eine harte Ent-scheidung, aber die beiden Unparteiischen waren an diesem Abend ohnehin recht kritisch', kommentierte Co-Trainer Thomas Lang den Platzverweis für Wittlinger, der allerdings keine Spielsperre nach sich zieht. 'Spielentscheidend', wie Ottobeurens Trainer Hannes Schul-tens verärgert feststellte, 'denn dadurch gingen wichtige und mögliche Optionen beim Coachen verloren'.

Ottobeuren kam erst in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit besser ins Spiel, auch weil nun Kampf und Einstellung wieder stimmten. Immerhin konnte der Rückstand auf sechs Treffer reduziert werden.

Alles dreht sich um Martin Wild

Was freilich gegen die spielerisch starken Oberbayern zu viel war. Dort war der Ex-Ottobeurer Martin Wild Dreh- und Angelpunkt und mit 13 Treffern auch einer der Matchwinner für die 'Brucker'. Der TSVO versuchte zwar nochmal alles. Insbesondere Tadeuz Polyfka konnte immer wieder Akzente setzen und die Partie wurde kurzzeitig sogar nochmals spannend, als Otto-beuren bei nur noch vier Toren beinahe wieder im Spiel war. Jetzt jedoch wurden gute Möglichkeiten überhastet vergeben. Fürstenfeldbruck legte in der Schlussphase sogar noch mal zu und schraubte das Ergebnis auf das etwas zu deutliche 32:25. Mit 18:16 Punkten bleibt Ottobeuren zwar weiter in der oberen Tabellenhälfte, der Rückstand auf den angestrebten dritten Tabellenrang ist jedoch weiter angewachsen. Dagegen verrät der Blick in die hinteren Regionen, dass sechs Punkte Vorsprung auf Platz elf und damit in die abstiegsgefährdete Zone nicht als sonderlich üppig anzusehen sind.

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