Buchloe
Amtierender Meister zu stark für Piraten

Es ist beim Säbelrasseln geblieben. Eigentlich hatten sich die Buchloer Pirates auch ohne den verletzten Kapitän Bohdan Kozacka fest vorgenommen, mit einem Heimsieg über den Vorjahresmeister Schweinfurt noch nach dem allerletzten Strohhalm in Sachen Play-off-Teilnahme zu greifen. Herausgekommen ist dabei am Sonntagabend vor 300 Zuschauern in der Buchloer Eishalle allerdings eine völlig verdiente 1:5-Niederlage (0:4, 0:1, 1:0).

«Ohne Herz und Leidenschaft kann man im Eishockey eben kein Spiel gewinnen. Ich hatte gedacht, dass wir uns nach dem recht ordentlichen Auftritt in Regensburg heute anders präsentieren», so der sichtlich verärgerte Buchloer Trainer Norbert Zabel nach Spielende. Vor allem in der ersten halben Stunde boten die Piraten eine enttäuschende Leistung. Nach gerade einmal 13 Minuten hatten die Mighty Dogs schon viermal getroffen - allerdings begünstigt durch einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen.

In Überzahl hatte zunächst Thomas Richter mit einem abgefälschten Schlagschuss für die frühe Führung der Mighty Dogs gesorgt (3.). Nur 19 Sekunden später schloss Bayernliga-Topskorer Marcel Juhasz einen schönen Spielzug zum 2:0 ab. Gegen die nun völlig konsterniert wirkenden Freibeuter war es dann wieder der überragende Juhasz, der nach einem sehenswerten Sololauf zuerst das 0:3 (6.

) und wenig später durch einen äußerst fragwürdigen Penalty gar das 0:4 erzielte (13.).

Mit 0:4 gut bedient

Auch bis zur ersten Drittelpause kombinierten die spielfreudigen Gäste weiterhin fast nach Belieben, sodass der ESV mit einem Pausenstand von 0:4 noch gut bedient war. Die beste Chance für die Hausherren verzeichnete Peter Westerkamp, der von Thomas Fortney mustergültig angespielt nur denkbar knapp scheiterte.

Im Mitteldrittel gelang den Schweinfurtern nach einem fatalen Missverständnis in der Buchloer Defensive nur noch ein Treffer durch Thomas Richter (25.). Die Piraten hingegen fanden nun endlich etwas besser ins Spiel, hatten aber viel Pech im Abschluss oder scheiterten immer wieder am guten ERV-Schlussmann Ole Swolensky.

Im Schlussabschnitt war es schließlich Oliver Braun, der nach einem überlegten Pass von Andi Zeck eiskalt verwandelte (47.). Es sollte das erste und einzige Buchloer Tor bleiben - auch, wenn sich der ESV noch eine Handvoll aussichtsreicher Chancen herausspielte.

Am Ende stand so die vierte Niederlage in Serie. Damit dürfte die Truppe von Norbert Zabel drei Spiele vor dem Abschluss der Bayernliga-Hauptrunde nur noch theoretische Chancen auf eine Teilnahme an den Play-offs haben. Auf den momentanen Tabellenachten ERC Sonthofen fehlen dem ESV bereits sechs Punkte. Dabei haben die Oberallgäuer sogar noch ein Spiel weniger ausgetragen. Doch auch in der Abstiegsrunde dürften sich die Buchloer Eishockey-Fans noch auf den ein oder anderen Kracher freuen. Nach der derzeitigen Tabellensituation hießen die Gruppengegner Regensburg, Memmingen und Pfronten.

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