Kempten
Ampeln und Abbiegespur ärgern Autofahrer

23000 Fahrzeuge am Tag: Als eine der Hauptein- und ausfahrtsstraßen der Stadt ist die Memminger Straße stark befahren. Im vergangenen Jahr starteten deshalb dort und in der Rottachstraße große Umbauarbeiten. Im April, betonte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann nun im Bauausschuss, sollen die Arbeiten endgültig abgeschlossen sein. Am Sinn mancher Maßnahme allerdings hegt nicht nur so mancher Autofahrer Zweifel.

Im Mittelpunkt der Kritik steht der zweispurige Ausbau der Memminger Straße stadtauswärts. «Da kommt es ständig zu gefährlichen Fahrstreifenwechseln», hatte etwa AZ-Leser Helmut Otto Holzfuß bereits vor einiger Zeit bemängelt. Auch Herbert Karg (Freie Wähler) sieht in den beiden Abbiegespuren «Gefährdungspunkte». Denn die linke Abbiegespur in Richtung Norden mündet in eine weitere Linksabbiegespur zur Oberwanger Straße. Wer also stadtauswärts möchte, muss nach der Kreuzung zur Rottachstraße wieder rechts einfädeln.

«Beengte Verhältnisse»

«Der zweispurige Streifen stadtauswärts war zwingend notwendig», erläuterte Wiedemann. Damit der Verkehr abfließen kann, habe es «bei den beengten Verhältnissen» an dem Knotenpunkt keine andere Möglichkeit gegeben. Auch wenn die «Verflechtung nach Norden in der Tat etwas schwierig ist». Aber auch gefährlich? «Seit Ende November hatten wir dort zwei Spurwechsel-Unfälle ohne Verletzte», sagt Roland Kind von der Verkehrspolizei. Momentan, meint Kind, sei die Situation ungünstig, weil die richtige Beschilderung noch fehle. «Dann ist das mit dem Abbiegen aber auch Gewöhnungssache», glaubt der Verkehrspolizist.

Doch nicht nur das Linkssabbiegen stadtauswärts schlägt Autofahrern aufs Gemüt: «Wenn ich morgens in die Stadt hineinfahre, muss ich jetzt zehn Minuten mehr einplanen», klagt eine 48-Jährige aus Heising. Lange Staus bildeten sich und auch die Situation an der Michaelskirche sei seit Inbetriebnahme der Ampeln «einfach nur ärgerlich». So fließe der Verkehr nach rechts, also die Fortführung der Memminger Straße, nur schlecht ab.

«Früher hatten wir eine eigene Spur für Rechtsabbieger», argumentiert Wiedemann. Da die Rottachstraße aber mehr Kapazitäten habe, sollten die Autofahrer eher diese nutzen - übrigens auch, wenn sie dann in Richtung Westen wollen. Wiedemann: «In der Rottachstraße haben wir deshalb extra den Rechtsabbieger auf den Adenauerring - ohne Ampel.»

Stichwort Ampel: «Ich werde immer wieder auf unsere scheinbare Ampelmanie angesprochen», sagt Wiedemann. Doch die Anlagen seien vor allem in der Memminger Straße wichtig. Im Gegensatz zur Kaufbeurer Straße nämlich gebe es dort viele Fußgänger und deren Sicherheit spiele bei 23000 Fahrzeugen täglich schließlich eine wichtige Rolle.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten in der Memminger Straße übrigens noch nicht. Laut Wiedemann fehlen noch die Markierungen. Sind die angebracht, werden auch die Ampeln an Äußerer Rottach und Lotterbergstraße in Betrieb genommen.

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