Amberger Musiker sind in der ganzen Welt zu Hause

Amberg - Auf eine musikalische Weltreise nahm die Musikkapelle Amberg die zahlreichen Zuhörer beim Jahreskonzert im Gemeindehaus mit. Man hatte das Gefühl, dass Dirigent Armin Lukas bei der Auswahl der Stücke Fernweh verspürt hatte. Die Jugendkapelle, die sich aus jungen Musikanten aus der Verwaltungsgemeinschaft zusammensetzt, entführte die Gäste zuerst nach Irland und eröffneten das Konzert mit 'Irish Dream' von Kurt Gäbele. Darauf folgte eine Reise nach Amerika in den Yellowstone-Nationalpark zur Zeit des Goldrausches. Die Jungmusiker intonierten gekonnt die weichen und melodiösen Klänge der schwungvollen Ouvertüre 'Yellowstone' von Joe Grain. Auch bei 'Young Life' zeigte der Nachwuchs, dass sich das fleißige Proben und die Aufregung gelohnt hatten. Außerdem bekamen Yvonne Kneipp und Reinhard Klaus vom Vertreter des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, Andreas Schuster, die Urkunde zum Bestehen des Bronze-Bläserkurses überreicht. Wer sich nun nach den modernen englischsprachigen Titeln dachte, dass die traditionellen Stücke an diesem Abend auf der Strecke blieben, den belehrte die Stammkapelle unter Leitung von Gerhard Gossler mit ihrem eindrucksvollen Konzertauftakt 'Concert-Fanfare' eines Besseren. 'Ein Abend am Meer', ein harmonisches Arrangement von Vaclav Vackar, wurde von den Musikern sehr tonsicher gespielt.

Nach dieser kurzen Aufwärmphase, folgte auch schon der erste Höhepunkt des Abends, die ländliche Suite 'Besuch in Schwaben' in fünf Sätzen, bei der die Musiker die verschiedenen Facetten des Stücks von melancholisch-tragend bis rhythmisch-beschwingt gekonnt herausarbeiteten. Mit dem konzertanen Medley 'Hofkonzert mit Strauß', das die bekanntesten und beliebtesten Melodien der Straußdynastie vereint, verschaffte die Kapelle dem Auditorium zum Abschluss des ersten Teils noch einmal einen Ohrenschmaus. Der zweite Teil wurde mit dem klanggewaltigen Militärmarsch 'Them Basses' von G. H. Huffine eröffnet. Darauf wagte sich die Kapelle an eine Polka der Superlative, nämlich dem 'Türkischen Marsch' von Wolfgang Amadeus Mozart. Die großen Schwierigkeiten dieses Stückes bewältigten die Amberger Musiker mit absoluter Konzentration. Besonders Jochen Wagner zeigte sich nach dem Stück, bei dem er als Solist brillierte, sichtlich erleichtert. Mit 'The last rose of summer' und 'Die Sonne geht auf' wollten die Musiker die Gäste mit einem Gefühl der Leichtigkeit und der Vorfreude auf den Frühling in den Abend entlassen. Doch der Applaus wollte nicht abreißen und so folgten noch zwei Zugaben. Karina Hauke

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