Am Steuer waren Narren vernünftig

Marktoberdorf(wu). - Lobende und mahnende Worte findet Marktoberdorfs Polizeichef Gerhard Kreis für die Narren in und um Marktoberdorf. Positiv: In der Faschingssaison 2004 griff die Polizei so wenig alkoholisierte Autofahrer auf wie noch nie. Negativ: Die Zahl der betrunkenen und gewaltbereiten Jugendlichen nahm an den tollen Tagen deutlich zu. Seit Mitte Januar führte die Marktoberdorfer Polizei vermehrt Verkehrskontrollen durch. Das Ende des Faschings am Aschermittwoch bedeute jedoch nicht das Ende der Kontrollen, betont Kreis: 'Die werden nicht vernachlässigt.' Da jedoch erfahrungsgemäß gerade in der Faschingszeit der ein oder andere einen über den Durst trinkt, verstärkte die Polizei ihre Kräfte während der tollen Tage. Oft bis spät nach Mitternacht waren die Beamten im Einsatz. Die Bilanz fällt in diesem Jahr äußerst positiv aus. Laut Kreis griff die Marktoberdorfer Polizei in der Faschingszeit noch nie so wenig alkoholisierte Kraftfahrer auf wie in diesem Jahr. Ganze fünfmal hatte ein Kraftfahrer zu viel Promille Alkohol im Blut. Diese Zahl sei selbst für einen 'normalen Monat' ungewöhnlich, sagt Kreis. Dennoch will er nicht in Jubelstimmung ausbrechen und gibt zu bedenken: 'Wir müssen von einer beträchtlichen Dunkelziffer ausgehen.'

Kein Unfall unter Alkoholeinfluss Die zweite positive Meldung: Im Bereich der Polizeiinspektion ereignete sich in diesem Zeitraum kein Unfall unter Einfluss von Alkohol. 'Vielleicht haben ja unsere vermehrten Kontrollen dazu beigetragen', meint Kreis und lobt die Einsicht der Autofahrer. Ein Dorn im Auge ist dem Marktoberdorfer Polizeichef allerdings die große Zahl an stark betrunkenen Jugendlichen während der närrischen Tage. 'Die Zustände entlang der Bahnhofstraße am Faschingssamstag sind alarmierend.'

Nicht zu bändigen Dort gab es zahlreiche körperliche Auseinandersetzungen in Folge zu starken Alkoholgenusses. 'Viele Jugendliche waren regelrecht enthemmt', sagt Kreis. So habe etwa ein 18-Jähriger Beamten beschimpft, beleidigt und sogar tätlich angegriffen. Auch als eine Familienangehörige hinzu kam, sei der Jugendliche nicht zu bändigen gewesen.

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