Weiler-Simmerberg
Am Anfang stand der Becker-Boom

Das Spiel mit dem Filzball stand am Anfang einer ungewöhnlichen Entwicklung. Als Tennis-Hotel ist der «Tannenhof» in Weiler vor 25 Jahren eröffnet worden. Heute ist das Vier-Sterne-Hotel mit 38000 Übernachtungen im Jahr das führende Haus im Westallgäu - auch dank regelmäßiger Investitionen. «Die Ansprüche der Kunden steigen. Dem muss ein Top-Hotel folgen können», erklärt Hotelchef Christian Langes ein Prinzip.

Die Geschichte des «Tannenhofs» reicht bis 1981 zurück. In dem Jahr errichtet die Familie Langes die noch heute bestehende Tennishalle. Drei Jahre später baut die Familie ein Hotel dazu, um wachsender Tenniskonkurrenz in Oberstaufen zu begegnen. Es floriert praktisch von Anfang an. Grund ist ein Ereignis in der Weltstadt London: Boris Becker gewinnt 1985 erstmals das Tennisturnier in Wimbledon. «Der Tennisboom kam und wir waren gerüstet», erklärt Christian Langes die Folgen.

Es war freilich nicht allein der Becker-Effekt, der den «Tannenhof» groß gemacht hat. Regelmäßig hat die Familie Langes den Betrieb erweitert und dafür viel Geld in die Hand genommen. Therapiezentrum (1998), Beautyfarm (2001) und das Tagungshaus «Residenz» (2005) sind ein paar Beispiele dafür. Ein «Meilenstein», sagt Langes, ist der Bau der «Sternenvilla» 2001 gewesen. 48 Zimmer und Tagungsräume sind dazugekommen.

1000 Quadratmeter Wellness

Im vergangenen Jahr hat die Familie einen weiteren großen Schritt getan. Auf 1000 Quadratmetern ist ein Wellnessbereich entstanden samt neuem Hallenbad und Saunalandschaft. Seitdem kann sich der «Tannenhof» auch mit gutem Gewissen «Wellness-Hotel» nennen. Investiert wird auch im Jubiläumsjahr. Eine Reihe Zimmer wird von Grund auf neu gestaltet. Moderne Formensprache und klassische Materialien - Holz und Stein - zeichnen den neuen Stil des Hotels aus.

Seit der Eröffnung kommt ein großer Teil der Gäste aus Baden Württemberg und der Schweiz. Zu schätzen wissen sie vor allem das breite Angebot des Vier-Sterne-Hauses, das zur Vereinigung der Allgäu-Top-Hotels zählt. «Während die Frau die Beauty-Farm genießt und der Nachwuchs in der Kinderbetreuung ist, kann der Mann Tennis spielen», nennt Christian Langes ein Beispiel.

Im Branchenvergleich gilt der «Tannenhof» als preiswürdig. «Die meisten Hotels, die so viel bieten wie wir, sind deutlich teurer», beschreibt es der Chef selber. Top-Hotellerie ist personalintensiv. Deshalb gehört der «Tannenhof» auch zu den größeren Arbeitgebern am Ort. 56 volle Stellen hat der Betrieb, 110 Menschen werden beschäftigt.

«Bestes Tennishotel»

Wellness, Tagung, Golf - das Geschäft des Tannenhofes ruht auf verschiedenen Säulen. Tennis gehört auch nach 25 Jahren immer noch dazu. Erst im Frühjahr ist das Haus von der Lesern einer Fachzeitschrift als bestes deutsches Tennishotel ausgezeichnet worden. Vor allem im März und April, einer in der Region eher ruhigen Zeit, kommen viele Hobbysportler zur Saisonvorbereitung nach Weiler.

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