Kaufbeuren
Alle zehn Jahre einmal

Gleich zwei Spieler des ESV Kaufbeuren kehren heute Abend an ihre alte Wirkungsstätte zurück: Petr Sikora und Jakub Körner. «Ich kenne zwar aus der aktuellen Mannschaft kaum einen Spieler, aber es ist etwas Besonderes», sagt Körner, der vier Jahre in Dresden gespielt hat. Um 20 Uhr gastieren die Joker in der zweiten Eishockey-Bundesliga bei den Eislöwen. Am Sonntag reisen die Pinguine aus Bremerhaven an die Wertach (Spielbeginn 18 Uhr).

«Wir müssen die Kleinigkeiten wieder richtig machen. Individuelle Aussetzer haben uns zuletzt die Punkte gekostet», sagt der Verteidiger über die sportliche Krise mit lediglich sechs Punkten aus den vergangenen neun Partien (siehe Grafik). Körner weiß, wie die Joker wieder auf die Erfolgsspur kommen können: «Zusammenhalt und Kampf über 60 Minuten haben uns zu Saisonbeginn stark gemacht. Dahin müssen wir wieder zurück.»

Coach Ken Latta zieht erste personelle Konsequenzen aus der Misere. Körner und Robert Paule spielen für das Verteidigerduo Mats Lindmark/Florian Bindl hinter der zweiten Sturmformation. «Die beiden spielen offensiver und können der Reihe vielleicht helfen, sich zu steigern», so Latta. Da sowohl die erste Reihe, als auch die dritte Reihe funktionierten, bleibt Latta bei der Besetzung Go Tanaka und Mike Wehrstedt mit Marco Habermann.

«Im Moment hat er gegenüber den anderen Kandidaten die Nase vorn, zudem fehlen mir die Alternativen», sagt der Joker-Trainer über Youngster Habermann.

Seine Offensivqualitäten hat Verteidiger Körner zuletzt aufgezeigt: Mit drei Toren ist der 29-Jährige in den vergangenen drei Spielen erfolgreichster ESVK-Torschütze. «Das passiert mir in zehn Jahren einmal», ist selbst Körner verblüfft - insbesondere von seinem Doppelpack in Landshut. «Allerdings wären mit dort drei Punkte lieber gewesen als zwei Tore.»

Vor eigenem Publikum warten die Joker seit dem siebten Spieltag auf ein Erfolgserlebnis. «Es ist sehr wichtig, dass wir unsere alte Heimstärke wieder finden», so Körner.

Zudem scheint auch bei den Joker-Fans die Anfangseuphorie verflogen: Nur gut 1800 Zuschauer wollten die Partie am vergangenen Sonntag gegen Heilbronn sehen - Minusrekord. «Jeder Spieler gibt sein Bestes, aber manchmal ist das gegnerische Tor wie vernagelt und hinten wird jeder kleine Fehler bestraft», sagt der Abwehrspieler.

Auch Latta bleibt noch ruhig: «Da wir nicht, wie zum Beispiel in der Vorsaison zu diesem Zeitpunkt, schlecht spielen, gibt es keinen Grund zur Panik. Wir spielen gutes Eishockey, müssen uns aber wieder dafür mit Punkten belohnen.» Die benötigt der Aufsteiger auch. «Wir wollen schließlich oben dran bleiben», so Körner.

Daher bleibt auch in Körners alten Heimat Sachsen kein Platz für Romantik: «Ich will da gewinnen und dann gegen Bremerhaven nachlegen.» Das Hinspiel an der Nordsee war eines der verrücktesten der Saison. Nach 0:3-Rückstand und turbulenten 60 Minuten hatte der ESV Kaufbeuren mit 8:7 die Nase vorne. «So ein Spiel wird es wahrscheinlich nicht noch mal geben. Bremerhaven wird viel defensiver agieren und auf unsere Fehler lauern», meint Körner.

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