Kaufbeuren
«Alle müssen an der Konstanz arbeiten»

Erich Weishaupt, Dieter Medicus, Didi Hegen, Stefan Ustorf oder Alexander Sulzer sind nur einige prominente Beispiele für große deutsche Eishockeyspieler, die in Kaufbeuren das Kufen-Einmaleins erlernt haben. Grund dafür ist die traditionell herausragende Jugendarbeit beim ESVK. Da der Verein aber ebenso traditionell über einen, verglichen mit der Konkurrenz, kleinen Geldbeutel verfügt, ist das sportliche Schicksal eng mit der Entwicklung eigener Talente verknüpft. In dieser Spielzeit haben Verteidiger Christof Assner und Angreifer Daniel Oppolzer den Sprung zum Leistungsträger geschafft.

Wir werfen nach drei Viertel der Saison und vor den Spielen heute zu Hause gegen den SC Riessersee (Beginn 19.30 Uhr) und in Schwenningen (Sonntag 18 Uhr) einen Blick auf die junge Riege, die noch vor diesem Schritt steht. Gemeinsam mit Trainer Ken Latta beleuchten wir Stärken und Schwächen der Youngster.

Marc Stotz (21/Verteidiger)

Stärken: «Wenn er Zeit hat, kann er sehr gut schießen. Zudem ist er sehr flink auf den Beinen», sagt Latta.

Schwächen: «Marc muss mehr auf den Körper spielen. Seine größte Schwäche ist aber, dass er zu oft seinen Gegenspieler aus den Augen verliert, weil er die Scheibe verfolgt.»

AZ-Einschätzung: Als siebter Verteidiger ist Stotz nahe dran und sicher ein Kandidat für die kommende Saison im Stammpersonal.

Sven Schittenhelm (20/Verteidiger)

Stärken: «Er ist groß und mir gefällt, dass er sehr unkompliziert spielt.»

Schwächen: «Sven muss lernen, besser zu schießen und schneller zu spielen. Er muss sich noch an das höhere Tempo gewöhnen.»

AZ-Einschätzung: Aufgrund seiner Physis viel Potenzial. Aber erst, wenn er die Geschwindigkeit der 2. Bundesliga voll mitgehen kann.

Marco Habermann (19/ Stürmer)

Stärken: «Er hat das gesamte Paket: Gutes Auge, guter Schuss und er ist groß.»

Schwächen: «Vor allem seine ersten Schritte müssen schneller werden. Zudem muss er seinen Körper besser einsetzen.»

AZ-Einschätzung: Hatte bisher die meiste Eiszeit der Youngster, zahlte aber auch viel Lehrgeld. Braucht wohl noch ein oder zwei Jahre.

Johannes Sigl (20/Stürmer)

Stärken: «Jo ist ein kompletter Spieler mit einem guten Auge. Auch läuferisch ist er auf einem guten Niveau.»

Schwächen: «Er hat die schlechte Angewohnheit, an der gegnerischen blauen Linie aufzuhören zu laufen. Da muss er vom fünften in den sechsten Gang schalten und keine Schlangenlinien fahren.»

AZ-Einschätzung: Wirkt von dieser Nachwuchsriege auf dem Eis am stabilsten.

Maximilian Schäffler (17/Stürmer)

Stärken: «Er hat einfach alles, was man braucht für das Eishockey. Hinzu kommt, dass er keine Angst hat und immer den direkten Weg zum Tor geht.»

Schwächen: «Vor allem die Defensivarbeit muss besser werden und das Rumgespiele geht in der 2. Bundesliga nicht. Aber er hat bewiesen, dass er schnell dazu lernt.»

AZ-Einschätzung: Keine Frage: Schäffler gehört die Zukunft. Wenn der Schüler es schafft, regelmäßig zu trainieren und zu spielen, wird er sich vielleicht schon kommende Saison einen Stammplatz ergattern.

Stürmer Dennis Drommeter hat den Verein unter der Woche in Richtung Landsberg verlassen.

Geduld ist gefragt

«Der Plan war, diese Spieler über Oberligaeinsätze langsam an die Bundesliga heranzuführen. Leider ist das schief gelaufen», erläutert Latta, warum die Youngster Leidtragende der gescheiterten Kooperation mit dem EC Peiting sind. Im langfristigen Plan des Joker-Coachs spielen Stotz & Co. eine wichtige Rolle: «Wir wollen den Jungs eine gute Ausbildung geben und sie in den nächsten zwei, drei Jahren in die Bundesliga-Mannschaft einbauen.

» Allerdings mahnt Latta Geduld an: «Der Plan war nie, dass sie schon in dieser Saison Leistungsträger sein würden. Dafür ist der Sprung von den Junioren in die Bundesliga zu groß. Allesamt müssen noch an der Konstanz arbeiten und sich an das Niveau gewöhnen.»

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