Alkohol an Jugendliche kein Kavaliersdelikt

Kempten | se | Da schauen Polizisten ganz genau hin: Wenn Erwachsene Alkohol und Zigaretten kaufen, um die Genussmittel anschließend an Minderjährige weiter zu geben. Am Wochenende gab es mehrere solcher Vorfälle rund um einen Supermarkt. 'Das ist kein Kavaliersdelikt', betont Polizeisprecher Ulrich Hieber. Die Bußgelder fielen entsprechend hoch aus: 'Die gehen auch mal in den vierstelligen Bereich.'

Seit der Verschärfung des Jugendschutzes im vergangenen Jahr kämen immer wieder Fälle an den Tag, bei denen Erwachsene Waren einkaufen, die nicht für Heranwachsende geeignet sind. Anschließend gäben sie beispielsweise Schnaps an Jugendliche weiter. Dem Gesetzgeber ist dies ein Dorn im Auge. Deswegen gibt es für diese Art der Ordnungswidrigkeit einen vergleichsweise drakonischen Strafrahmen: 'Wer vorsätzlich Jugendliche mit Alkohol oder Zigaretten versorgt, dem droht Bußgeld bis zu einer Höhe von 50 000 Euro', erläutert Alwin Wegmann vom Kemptener Ordnungsamt.

In letzter Zeit häuften sich die Verstöße, haben Wegmann und Hieber beobachtet. 'Wirte und Tankwarte nehmen es ziemlich genau mit den Alterskontrollen', hat die Polizei beobachtet. Deswegen gebe es die Versuche, Ältere zum Einkaufen zu bewegen. Doch die Folgen sind oft gravierend - wie bei der 14-Jährigen, die am Wochenende in einem Gebüsch entdeckt wurde. Mit 1,12 Promille war sie laut Polizei 'total betrunken'. Sie hatte mit ihrem 18-jährigen Freund dessen Geburtstag begossen. Das dürfte ihn teuer zu stehen kommen.

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