Kempten
Agnes-Wyssach-Schule will Ganztagsangebot ausweiten

Als vollen Erfolg hat Bernd Dossenbach die drei Ganztagsklassen an der Agnes-Wyssach-Förderschule bezeichnet. «Diese Lösung fängt alles auf, was die Halbtagsklassen an Problematik in sich bergen», resümierte der Schulleiter in der jüngsten Sitzung des Schulzweckverbands unter Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer. Für das kommende Schuljahr soll das Angebot auf sieben Ganztagsklassen ausgedehnt werden, wobei zwei davon im angegliederten privaten Diagnose- und Förderzentrum vorgesehen sind.

Die Förderberufsschule St. Georg beliefere die Agnes-Wyssach-Schule täglich mit 70 Hauptmahlzeiten. Beilagen oder Nachtisch würden im Haus selbst unter Mithilfe der Schüler zubereitet. Sie wechselten sich auch bei der Essensausgabe ab und seien beim Spüldienst behilflich. «Eine Sache, die toll funktioniert», machte der Schulleiter deutlich.

Den Prognosen zufolge werde man in spätestens drei Jahren bis zu 170 Essen pro Tag benötigen, sagte Dossenbach. Immer mehr Ganztagsschüler erforderten nicht nur gute pädagogische Konzepte, sondern auch entsprechende Raumplanung: «Die Ideallösung wäre eine Lehrküche in unserem Haus.» Die Förderberufsschule St. Georg könne dann dort Ausbildungsplätze anbieten. Zudem eröffne sich die Möglichkeit für Schüler-Betriebspraktika im eigenen Haus.

Um dies zu verwirklichen, benötige der Schulverband ein «vernünftiges Konzept für Mensabereich und Küche», meinte Benedikt Mayer, Leiter des Kemptener Schul-, Jugend- und Sozialreferats. Im Haushalt 2010 seien dafür Planungskosten von 30000 Euro vorgesehen.

Positive Erfahrungen macht die Schule laut Dossenbach auch mit den sogenannten Kooperationsklassen. Dabei fließe sonderpädagogisches Know-how in die Regelschule mit ein. In 17 Grund- und Hauptschulklassen würden inzwischen 90 Schüler von mobilen Fachkräften betreut. Parallel dazu habe man in der Agnes-Wyssach-Schule Lehrerstunden abgebaut. Ziel sei die weitere Ausdehnung von Koop-Klassen, damit förderbedürftige Schüler in ihrem gewohnten schulischen Umfeld bleiben können. Dossenbach verwies auf die Beratungsstelle in der Stadtverwaltung.

Dort bekämen hilfesuchende Eltern objektiv Auskunft, um für ihr Kind die richtige Schule zu finden.

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