Abschied von Musiker und Gastwirt Rudolf Oberhofer

Jengen/Ummenhofen(elu). - Im Alter von 72 Jahren starb der Ummenhofener Rudolf Oberhofer. Sehr viele Trauergäste und die Fahnenabordnungen von Veteranenverein, Musikverein und der Feuerwehr Ummenhofen begleiteten bei der Trauerfeier in Jengen den Verstorbenen auf dem Weg zur letzten Ruhe. Rudolf Oberhofer war ein allseits geschätzter Mitbürger und weit über seinen Heimatort hinaus bekannter und beliebter Gastwirt sowie Musiker. Er erblickte am 31. Juli 1931 in Ummenhofen das Licht der Welt, wuchs als ältestes von sieben Geschwistern auf dem landwirtschaftlichen Betrieb mit Brauerei seiner Eltern, Johann und Maria Oberhofer, auf und ging in Jengen zur Schule. Schon früh entdeckte er seine Vorliebe zur Musik, erlernte bereits mit acht Jahren das Musizieren auf dem Klavier, der Trompete und dem Akkordeon und konnte bald Festlichkeiten und auch Trauerfeiern musikalisch mitgestalten. Bis Ende der 70er Jahre war Oberhofer aktives Mitglied der Musikkapelle Jengen. 1952/53 besuchte er die Landwirtschaftsschule in Kaufbeuren und übernahm nach dem Tod des Vaters den Hof, die Imkerei und die Gastwirtschaft. 1985 wurde die Landwirtschaft aufgegeben. Gastwirt blieb Oberhofer jedoch 40 Jahre lang mit Leib und Seele. Mit seiner Musik - sei es zu stimmungsvoller Unterhaltung bei Feiern und Ausflügen, bei Tanzveranstaltungen oder in seiner Gaststube, in der er oft spontan sein Akkordeon schulterte und unermüdlich aufspielte - begeisterte der Vollblutmusiker seine vielen Gäste. Für viele Musiker aus nah und fern wurden der 'Rudi' und sein Gasthaus ein Geheimtipp und eine musikalische Institution zu zwanglosem Treffen und gemeinsamem Musizieren in geselliger Runde.

Pilgerschaft auf Erden beendet Wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen konnte Rudolf Oberhofer sein geliebtes Musizieren seit einiger Zeit nicht mehr ausüben. Bei der vom Kirchenchor und der Musikkapelle Jengen bewegend mitgestalteten Trauerfeier sagte Pfarrer Dr. Jacob Nangelimalil: 'Rudolf Oberhofer hat seine Pilgerschaft auf Erden beendet und wird nun den Platz einnehmen, den Gott für ihn vorbereitet hat. Möge Gott, auf den er stets vertraute, ihn nun in eine Wohnung führen und ihm alles Gute, was er in seinem Leben an uns getan hat, vergelten'.

Zahlreiche Nachrufe Ehrende Nachrufe widmeten ihrem langjährigen Mitglied: Konrad Rietzler (Veteranenverein), Gottfried Tröber (Musikverein) und Markus Piannerer (Schützenverein 'Edelweiß').

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