Marktoberdorf
Abi-Party statt parkender Autos

Die Marktoberdorfer Abiturienten stellen voraussichtlich 2010 erstmals eine Riesenparty in der Rathaus-Tiefgarage auf die Beine. Grundsätzlich hat der Finanzausschuss des Stadtrats einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Nun ist noch eine gaststättenrechtliche Genehmigung nötig, in der es auch um Fluchtwege und Sanitäranlagen gehen wird.

Bürgermeister Werner Himmer stellte den Antrag des Arbeitskreises Abi-Fete im Ausschuss vor. Die Jugendlichen, so Himmer, hätten ihn bereits zweimal in der Sprechstunde besucht. Zunächst diskutierte Möglichkeiten, private Hallen in Marktoberdorf zu nutzen, hätten sich zerschlagen. Daher liege nun die Anfrage für die Tiefgarage vor.

Die angehenden Abiturienten begründen ihren Antrag damit, dass die Feten der Marktoberdorfer Schüler seit vielen Jahren in der Kaufbeurer Karthalle stattfinden. Geeignete Räume in Marktoberdorf? Fehlanzeige. Zu den Partys kommen aber rund 1500 bis 2000 Besucher. Der Arbeitskreis Abi-Fete sagte daher zu, am geplanten Termin (11. Juni) auch für einen Sicherheitsdienst und Sanitäranlagen zu sorgen. Gerade bei der Rathaus-Tiefgarage sei zudem nur mit wenig Problemen durch Lärmbelästigung zu rechnen. Die meisten Getränke würden zudem in der Stadt gekauft.

Für die Verwaltung stellte Rupert Filser dar, dass die Stadt als Eigentümer der Tiefgarage und als Genehmigungsbehörde gefragt sei. Aufgrund des Antrags könne man nun die Infrastruktur und nötige Auflagen für Sicherheit und Hygiene prüfen. Sicher werde man auch einen Teil der Bahnhofstraße sperren müssen.

Die Stadträte zeigten sich sehr angetan von dem Antrag: «Mir war nicht bewusst, dass die Jugendlichen soweit auswärts feiern. - Eine lobenswerte Idee», meinte Markus Singer (CSU). Von ihm komme eine klare Zustimmung, sagte Peter Grotz (FW). Mit Blick auf einen zehn Jahre alten und «belächelten» Vorschlag der Grünen, dort eine Feier abzuhalten, meinte Axel Maaß: «Ich freue mich, dass hier Bewegung möglich ist - eine sehr positive Entwicklung.» Auch Peter Fendt (BP) begrüßte das Vorhaben, wenn sicher gestellt werde, dass nicht jeder in einer Ecke seine Notdurft verrichte.

Einstimmiger Beschluss

Der Beschluss fiel einstimmig. Allerdings beteiligten sich Ulrike Wieser (SPD) und Walter Breiner (FW) nicht an der Beratung und Abstimmung, da ihre Töchter an der Organisation der Fete beteiligt sind. Nun kann die Verwaltung die nächste Stufe der gaststättenrechtlichen Genehmigung näher prüfen.

Katharina Bolz von der 13. Klasse des Gymnasiums begrüßt das Ergebnis: «Ich bin froh, dass wir die Abitur-Fete in Marktoberdorf veranstalten können. Unsere Schule ist in Marktoberdorf - da ist es nur logisch, dass wir unsere Feier hier und nicht in Kaufbeuren veranstalten wollen.»

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