Oberstdorf
Ab nächstem Schuljahr Mittelschule in Oberstdorf

Schulverband spricht sich für neues Angebot an Hauptschule aus - Dafür wäre Kooperation mit Bad Hindelang und Sonthofen nötig.

«Praktisch wäre das schon gewesen, wenn ich nächstes Jahr nicht Schule wechseln müsste», sagt die 16-jährige Emilly Ward. Sie ist Schülersprecherin, besucht die neunte Klasse der Oberstdorfer Hauptschule - und strebt nun den Mittleren Bildungsabschluss an. Bisher mussten Oberstdorfer Schüler dafür nach Sonthofen fahren. Künftige Generationen hingegen können den Mittleren Bildungsabschluss voraussichtlich direkt in der Marktgemeinde erwerben. Denn: Die Hauptschule Oberstdorf soll ab dem Schuljahr 2010/2011 zur «Mittelschule Oberstdorf» werden. Dafür hat sich der Schulverband jetzt einstimmig ausgesprochen. «Viele Schüler entscheiden sich erst in der siebten oder achten Klasse für einen höheren Abschluss. Gerade für sie wäre es toll, wenn sie dafür die Schule nicht mehr wechseln müssten», sagt Schülersprecherin Emilly.

Die Mittelschule soll die Stärken der Hauptschule betonen und ihr Bildungsangebot erweitern. Voraussetzung für die «Mittelschule Oberstdorf» ist ein neuer Schulverbund zwischen der Stadt Sonthofen, dem Markt Bad Hindelang sowie dem Schulverband der Volksschule Oberstdorf, um sämtliche geforderten Leistungsmerkmale zu erfüllen.

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Gespräche zwischen den Hauptschulen sind geführt, der Schulverband Oberstdorf hat als erstes Position für die Mittelschule 2010/2011 bezogen. In den nächsten Wochen werden die Pläne zur Mittelschule in den Gemeinderäten des Schulverbands der Hauptschule Oberstdorf vorgestellt.

Sollten sich auch die Stadt Sonthofen und der Markt Bad Hindelang für den Schulverbund aussprechen, müsste eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Schulen und eine Zweckvereinbarung zwischen den Schulaufwandsträgern geschlossen werden. Bürgermeister Laurent Mies wie auch Hauptschulleiter Herbert Sedlmair sehen in der Mittelschule für Oberstdorf weit mehr Chancen als Risiken.

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Künftig könnten die Buben und Mädchen wohnortnah in Oberstdorf die Mittelschule besuchen, statt auf die Realschule nach Sonthofen oder Immenstadt zu fahren und einen gleichwertigen Abschluss erreichen.

Auch verwies Sedlmair auf die sinkenden Schülerzahlen an den Hauptschulen. Da es in Oberstdorf keine Realschule gebe, sei die Mittelschule eine gute Chance, den Schulstandort langfristig zu sichern. «Die Krux hingegen liegt in der Zusammenarbeit der drei Schulen», weist Sedlmair auch auf Risiken hin. Denn: Schließen sich die Schulen zu einem Verbund zusammen, könnte der ein oder andere Schüler sich von Vornherein für eine andere Schule als bisher entscheiden. Der Oberstdorfer Hauptschulleiter betont aber: «Wir haben untereinander bereits vereinbart, nicht aggressiv in anderen Gebieten zu wildern.» <%tbr height='15' width='600' title='Trenner' alt='' from='inject'%>

«Erst Ende Februar spruchreif»

Reinhard Gogl, Schulleiter der Hauptschule Sonthofen, gibt zu Bedenken, dass erst der Stadtratsbeschluss zu diesem Thema abgewartet werden muss, bevor die Angelegenheit spruchreif ist - und der soll erst Ende Februar fallen. Als Rektor der größten Schule im eventuellen künftigen Verbund sieht er durchaus Probleme: «Es besteht die Gefahr, dass die ganze Sache zu Lasten der großen Schulen geht.»

Er fürchtet, dass sich ein Verbund negativ auf sein Lehrerstundenkontingent auswirken könnte - mit dem Ergebnis, dass die Klassen in Sonthofen größer werden.

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Eines betont er aber: «Solange es in einem erträglichen Rahmen bliebt, stellen wir uns der Verantwortung und tragen das Konzept mit». Für ihn steht jedoch fest: Kein Schüler aus Sonthofen wird nach Oberstdorf oder Bad Hindelang fahren müssen.

Für kleine Schule positiv

Bad Hindelangs Schulleiter Martin Richter sieht im Schulverbund «eine ganz große Chance für unsere Schule». Als kleine Einrichtung, die ums Überleben kämpfen muss, habe man nun die Aussicht darauf, «weiterhin gestalterisch tätig zu sein.»

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