83000 Parktickets in der Innenstadt gelöst

Kaufbeuren (rö). - Die Kurzzeitparkplätze in der Kaufbeurer Innenstadt werden gut angenommen, die Parkgebühren werden zum überwiegenden Teil ordnungsgemäß entrichtet. Allerdings sind die Besucherzahlen in den Parkhäusern Süd und Central um 20 Prozent beziehungsweise 17,8 Prozent zurückgegangen. Dieser erste Sachstandbericht zum Thema Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt dient den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses zunächst nur zur Kenntnis. Die CSU hatte beantragt, den Sachstandsbericht bereits nach sechs Monaten zu erstellen, statt, wie zunächst beschlossen, nach einem Jahr. Referatsleiter Dr. Gert Peter Strunk trug die Zahlen vor: In der Zeit von August 2003 bis Januar 2004 wurden für die 79 Kurzzeitparkplätze nahezu 83000 Parkscheine gelöst, die Stadt hat damit 76700 Euro eingenommen. Die Kurzzeitparkplätze würden nach den bisherigen Erfahrungen der Verkehrsüberwachung gut angenommen und die Parkgebühren zum 'ganz überwiegenden Teil' auch bezahlt. Allenfalls in der Anfangsphase habe es einige wenige Beschwerden gegeben, die sich aber im 'Rahmen des Üblichen' bewegt hätten. Prognosen über eine Zunahme des Parkplatz-Suchverkehrs oder Schwierigkeiten mit dem Lieferverkehr hätten sich nicht bestätigt.

Weniger 'Knöllchen' Die Anzahl der gebührenpflichtigen Verwarnungen ist seit Einführung des legalisierten Kurzzeitparkens deutlich zurückgegangen. Wer ohne Parkschein parkt, erhält außerdem nur noch ein 'Knöllchen' über fünf Euro statt wie früher eines über 10 Euro für Parken im verkehrsberuhigten Bereich. Die Folge: Die Verkehrsüberwachung erwartet, wenn die jetzige Parkregelung beibehalten wird, hochgerechnet auf das ganze Jahr Mindereinnahmen von rund 55000 Euro. Auf die Nutzung im Rathaus-Parkhaus hatte die Einführung der neuen Parkregelung nach bisherigen Erfahrungen keinen Einfluss, so Strunk - genaue Angaben über Besucherzahlen oder Anzahl der gelösten Parkscheine können hier aufgrund der veralteten Technik aber nicht gemacht werden.

20 Prozent Besucher weniger Das Parkhaus Süd jedoch scheint für viele Autofahrer nun deutlich weniger attraktiv: 20 Prozent weniger Kundschaft sind die Folge, statt 210000 Besuchern wie im Vorjahreszeitraum parkten hier nur 168000 ihr Auto. Trotzdem sind die Einnahmen höher, sie stiegen nämlich um fast 100000 Euro auf 286000 Euro. Der Grund liegt allein in der Gebührenerhöhung für dieses Parkhaus. Die Parkgebühren im Parkhaus Central an der Spittelmühlkreuzung, das nicht so gut angenommen wird, sind gleich geblieben. Doch auch hier sank die Besucherzahl um fast 18 Prozent, die Einnahmen gingen um 11,5 Prozent auf 36400 Euro zurück. Keine konkreten Aussagen konnte Strunk machen, welche Folgen die Einführung der so genannten 'Semmel-Taste' hätte, sprich, wenn die Stadt einen gewissen Spielraum zum kostenlosen Parken auf den Kurzzeitparkplätzen anböte, wie einige Städte das bereits tun. Doch die Parksituation und -regelung sei jeweils so unterschiedlich, dass für Kaufbeuren keine Rückschlüsse möglich seien. Eine Stadt in Sachsen berichte allerdings von einem Einnahmenrückgang von 90 Prozent seit Einführung der Semmel-Taste. Strunk führte einige fiktive Rechnungsbeispiele an, wobei die zu erwartenden Mindereinnahmen bei den Kurzzeitparkplätzen je nach Länge der Freiparkzeit (15 oder 30 Minuten) und einer verlängerten Höchstparkdauer (45 Minuten bis eine Stunde) zwischen 51000 und 134000 Euro schwanken. Im Rathausparkplatz sei analog mit Mindereinnahmen von 40000 Euro zu rechnen, im Parkhaus Süd mit 178000 und im Parkhaus Central mit 20600 Euro weniger.

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