Kempten
80 Stunden lang getüftelt

«Ich war einige Male am Verzweifeln», sagt Manfred Wohlfahrt rückblickend. Denn was sich der 65-jährige Kaufmann aus Kempten vorgenommen hatte, war kein leichtes Unterfangen: Er wollte in einer Drei-Liter-Rotweinflasche eine Krippe aufbauen. 80 Stunden lang tüftelte der Pensionär an seinem Kunstwerk, dann war es endlich geschafft. Das Ergebnis ist noch bis 3. Januar im Pfarrheim St. Andreas in Nesselwang zu sehen.

«Viele glauben, dass ich den Flaschenboden abgesägt und die Krippe von unten eingesetzt habe», sagt Manfred Wohlfahrt und verweist - um alle Zweifel auszuräumen - auf das fugenlose Glas. Doch wie bekommt man denn nun eine Krippe in eine Flasche, deren Hals einen Durchmesser von nur 1,8 Zentimetern hat? Nach 80 Stunden Tüftelei kennt sich Manfred Wohlfahrt aus und erklärt, wie er das schier Unmögliche zustande brachte. So nahm der Familienvater erst einmal Maß und baute für die 35 Zentimeter hohe und 16 Zentimeter breite Flasche eine Krippe außerhalb der Pulle. Mit selbst zurechtgebogenen Drähten, Pinseln und Leim platzierte er schließlich die einzelnen Bauteile und die Figuren der Heiligen Familie in der Flasche. «Farbe und Leim verschmierten immer wieder das Glas und ich musste ständig reinigen», beschreibt der Kemptener seine nervenaufreibende Arbeit.

Er ist sich sicher, die einzige Buddel-Krippe im deutschsprachigen Raum gebaut zu haben. Sein Wissen will er künftig an die Jugend weitergeben. Mit seinem Verein, den Krippenfreunden Nesselwang, plant er Mutter-Kind-Kurse.

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