Marktoberdorf
7000 Euro für Erdbebenopfer

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Kochbananen-Suppe, gegrillter Rochenflügel oder frischer Fruchtsalat mit Rum - bei dieser Speisekarte schnupperten am Montag Abend die Gäste des Marktoberdorfer Gasthofs «Zum Hirsch» exotisches Flair. Zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti hatte die Familie Blochum zu einem karibischen Benefizdinner geladen. Der komplette Umsatz, alle Trinkgelder und Spenden gingen an die Kaufbeurer Hilfsorganisation Humedica.

«Für uns war diese Aktion ein voller Erfolg», freut sich Thomas Blochum, Juniorchef und Initiator der Aktion. Zusammen mit seinen zehn Mitarbeitern, die an diesem Abend alle ehrenamtlich arbeiteten, bewirtete er rund 70 Gäste. Bei diesen stieß die Aktion auf große Begeisterung, so etwa bei Brigitte Müller: «Mir war es wichtig, an diesem Dinner teilzunehmen. Die Welt sollte bei so einer Katastrophe zusammenstehen und gemeinsam einen Beitrag leisten.» Und Luitpold Kessler ergänzt: «Ich finde die Idee einfach gut. So eine Aktion zeigt, dass sich jemand für Andere interessiert und sich Gedanken macht.» Insgesamt kamen an diesem Abend rund 1870 Euro zusammen, die Blochum am Ende des Dinners stolz an Humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß überreichte.

Zeitgleich stand die Hilfe für Haiti auch im Mittelpunkt eines Benefizkonzertes, das das Marktoberdorfer Jugendblasorchester (JBO) im kostenlos zur Verfügung gestellten Fendt-Forum veranstaltete. Eine Stunde sollte das Konzert dauern. Doch letztlich spielte das Orchester fast zwei Stunden ohne Pause und brachte die ganze Bandbreite seines Könnens zu Gehör. Das Publikum bedankte sich mit begeisterten Pfiffen und Bravorufen, viele der knapp 300 Besucher legten «leise» Spenden in die aufgestellten Körbchen und Sepp Nuscheler überreichte als Pressesprecher von AGCO/Fendt einem Mitglied der Kapelle einen Scheck über 500 Euro. So kam im Rahmen dieses Benefizkonzertes eine Summe von insgesamt mehr als 5100 Euro zusammen. «Ehrlich gesagt, hat keiner von uns mit dieser tollen Summe gerechnet! Wir sind selbst ganz sprachlos», betont Hubert Jörg, zweiter Vorsitzender des Orchesters.

Langfristige Unterstützung

Eingebettet ins Konzert informierte Musikerin Sabine Riedel über Haiti und seine geografische Lage zwischen zwei Erdplatten, welche das Erdbeben verursacht hatten. Zum Schluss verlas Riedel einen Brief, in dem eine Humedica-Mitarbeiterin schildert, wie sie in Haiti das starke Nachbeben und die Zeit danach erlebte und mit welchen Schwierigkeiten das Hilfsteam zu kämpfen hat. Auch ein kurzer Film des WDR über die Arbeit von Humedica in Haiti wurde gezeigt. Ruth Bücker, Mitglied der Organisation, gab bekannt, dass sich Humedica nach der medizinischen Nothilfe auch der langfristigen Hilfe, wie dem Bau von Krankenhäusern oder der Schulung von Personal, widmen wolle.

Jede der beiden Veranstaltungen war somit ein voller Erfolg, über den sich nicht zuletzt Humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß freuen konnte: «Wir alle von Humedica sind für diese Spendenaktionen ausgesprochen dankbar. Jede Unterstützung von außen bestärkt uns in unserer Arbeit in Haiti.»

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