50 Bürger wollen mitarbeiten

Dorferneuerung in Grünenbach startet - Vier Arbeitskreise Grünenbach (owi). Mit einer Auftaktveranstaltung in der Laubenberghalle hat Grünenbach sein Dorferneuerungs-Projekt offiziell gestartet. 'Wir sind 10 Jahre zu spät dran', stellte Bürgermeister Olaf Hoffmann dabei fest.

In einem Punkt war Hoffmann schlecht vorbereitet: Viel zu wenige Stühle warteten in der Laubenberghalle. Das Interesse an der Auftaktveranstaltung zur Dorferneuerung war größer als gedacht. Nahezu 50 Bürger kamen und stellten ihr Interesse an einer Mitarbeit unter Beweis. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatten Bürgermeister Hoffmann, nahezu alle Gemeinderäte sowie einige Bürger ein Seminar der Schule für Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten besucht. Was dort entwickelt wurde, war der Grundstein für die Auftaktveranstaltung in der Gemeinde: Fünf Arbeitskreise sollten sich bilden, wobei die ersten Diskussionen bereits zu einer Zusammenfassung führten. In vier Arbeitsgruppen - 'Orts- und Landschaftsentwicklung', 'Tourismus und Freizeit', 'Kultur und Brauchtum' und 'Ehemalige Schule' - sollen sich deren Mitglieder in den nächsten Monaten Gedanken über den aktuellen Zustand und mögliche künftige Projekte im jeweiligen Bereich machen. Die ersten Treffen finden noch im März statt. Interessenten könnten auch später zu den Arbeitskreisen stoßen. Zudem sollen alle Bürger regelmäßig über die Projekte informiert werden. Eingegangen war Bürgermeister Hoffmann zuvor auf die Entscheidung des Gemeinderates, nicht dem Verein 'Impuls Westallgäu' und damit dem 'Leader'-Programm beizutreten. Er verwies auf den Umstand, dass zahlreiche Projekte zwar förderungsfähig, aber nicht immer sinnvoll seien. Dabei nannte er als Beispiel den Umbau der Scheidegger Skischanze. Direkt jenseits der Landesgrenze in Isny-Großholzleute sei eine große Anlage verfügbar. So sieht Hoffmann generell die Gefahr, dass mit 'Zuschüssen gedroht' werde. Da jede Gemeinde aber ihren Teil zur Finanzierung beitragen müsse, seien schon häufig Zuschüsse wieder zurückgegeben worden. Diese Gefahr bestehe auch bei der Dorferneuerung. Die Arbeitsgruppen dürften sich nicht von möglichen Zuschüssen leiten lassen. Vielmehr müsse sich ein Sinn für die Realisierbarkeit entwickeln. Oft genug seien Projekte der Dorferneuerung ohne große finanzielle Mittel erfolgreich. Dies gelte insbesondere im Bereich der Dorfgeschichte, des Vereinslebens und der Kultur. Eindrücke über erfolgreiche Dorferneuerungs-Maßnahmen hatte Hoffmann im Auerbergland, Vorarlberg und Südtirol in Augenschein genommen. Das führte bei ihm zum Fazit, dass 'Grünenbach zehn Jahre zu spät dran ist'. Gleichwohl sei übereiltes Handel der falsche Weg. Das erste Ziel sei es, in einem Jahr zu Ergebnissen hinsichtlich möglicher Projekte gekommen zu sein. Bis dahin solle auch das Leitbild der Gemeinde erarbeitet sein.

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