Stiefenhofen
400000 Euro Schaden bei Brand

Es hätte nur ein harmloser Saunabesuch werden sollen, doch es endete in einem Desaster: In Stiefenhofen ist gestern Morgen eine Wohnung in Brand geraten. Obwohl mehrere Feuerwehren an den Löscharbeiten beteiligt waren, griffen die Flammen auf einen Großteil des Gebäudes über. Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand ein Schaden in Höhe von bis zu 400000 Euro.

Nach Angaben der Polizei hatte ein 53-jähriger Mann in den frühen Morgenstunden eine im Obergeschoss befindliche Sauna eingeschalten. Etwa eine Stunde später bemerkte er eine Rauchentwicklung und alarmierte Polizei und Feuerwehr. Beim Öffnen eines Fensters der Sauna entwickelte sich offenbar eine Stichflamme, die den Mann leicht im Gesicht verletzte. Außerdem erlitt er eine Rauchvergiftung.

Beim Eintreffen der Feuerwehr Stiefenhofen mit Kommandant Manfred Grath war das Gebäude bereits von dichtem Rauch umhüllt. Eine Brandbekämpfung war nur unter Atemschutz möglich. Als Verstärkung rückten die Wehren aus Oberstaufen, Simmerberg, Röthenbach, Grünenbach und Lindenberg an. Dennoch weitete sich der Brand aus, wodurch große Teile des Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen wurden. Erst etwa eineinhalb Stunden nach der Alarmierung konnte das Feuer gegen 10 Uhr unter Kontrolle gebracht werden.

«Die Brandbekämpfung erwies sich als sehr schwierig, weil das Feuer auch auf das Gebälk übersprang und sich in die Fehlböden ausbreitete», berichtete Kreisbrandrat Friedhold Schneider.

Immer wieder Glutnester

Einen Teil der Böden mussten die Wehrleute aufreißen, um an die Brandnester heranzukommen. Die Wärmekamera zeigte immer wieder Glutnester an. Dank des massiven Einsatzes der Floriansjünger konnte ein Teil des Hauses gerettet werden, zumal der untere Bereich aus Mauerwerk besteht. Die Nachlöscharbeiten dauerten nach Angaben der Polizei noch geraume Zeit an.

Der 53-Jährige und seine Ehefrau, die einen Schock erlitten hatte, wurden ins Krankenhaus gebracht. Die beiden Kinder des Ehepaares befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Schule und wurden von Nachbarn abgeholt.

Am Einsatzort waren neben Polizei und Feuerwehr auch das Rote Kreuz und der Notarzt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf bis zu 400000 Euro. Die Ermittlungen zu dem Brandfall wurden von Kripo Lindau übernommen.

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