2,2 Millionen Euro für Unterführung

Von Verena Kaulfersch | Röthenbach/Oberhäuser Am Bahnübergang Oberhäuser sollen laut Röthenbachs Bürgermeister Bert Schädler im Herbst 2008 die Bagger anrollen. Für die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Röthenbach und Oberhäuser soll hier eine Unterführung entstehen. Die Gesamtkosten für das gemeinsame Vorhaben der Deutschen Bahn und der Gemeinde belaufen sich auf insgesamt 2,2 Millionen Euro.

Der höhengleiche Bahnübergang soll beseitigt werden. Stattdessen entsteht in Oberhäuser eine Unterführung. Die Gemeindeverbindungsstraße wird laut Schädler da verlaufen, 'wo ursprünglich Gleis eins war'. Dieses wurde bereits zurückgebaut, vor Beginn der Arbeiten muss hier nur noch aufgeschüttetes Erdreich und Schotter abgetragen werden. Die Straße wird dann laut Schädler zwischen dem Bahndamm und dem Parkplatz der Firma Pfaff verlaufen. Bei der geplanten Straßenführung werden die Kurvenradien etwas verkleinert, es entstehen also engere Wendungen.

Schädler zufolge muss daher aufgrund gesetzlicher Richtlinien ein Tempolimit von 40 Stundenkilometern eingeführt werden. Dies war Grund für Diskussionen mit den Zuständigen der Regierung von Schwaben. Jene vertraten laut Schädler die Ansicht, dass es nicht sinnvoll sei, bei einer neu gebauten Strecke von Anfang an eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu haben.

Der Gemeinderat bewertete dies laut Schädler anders: Das Tempolimit mache generell Sinn, da es zur Sicherheit beitrage. 'Wir haben hier die Einmündung in die Kreisstraße Li 3, eine unübersichtliche Haarnadelkurve und ein Gefälle. Aufgrund dieser Punkte vertreten wir die Meinung, dass die Planung so in Ordnung ist.' Nun habe man bei einem Gespräch in Augsburg die Verantwortlichen bei der Regierung überzeugen können. Die Planung darf in der aktuellen Form bestehen bleiben. Das Eisenbahnbundesamt müsse noch seine Genehmigung erteilen, dann erfolgt die Ausschreibung.

Planmäßiger Beginn der Arbeiten ist laut Schädler im Herbst 2008, Ende 2009 soll dann alles fertig sein. Parallel zu den Arbeiten an der Unterführung will der Landkreis die Kreisstraße Li 3 auf dem Abschnitt vom Ende der Ortsdurchfahrt Oberhäuser bis zur Einfahrt der Kiesgrube in Ellhofen ausbauen.

'Keine Ewigkeitsbaustelle'

Dies konnte laut Schädler noch nicht weiter geplant werden, da bisher unklar war, wie es in Sachen Unterführung weitergeht. Nun könne die Gemeinde die Daten an den Kreis weitergeben. Grund dafür, dass beide Arbeiten parallel stattfinden: 'Wir wollen keine Ewigkeitsbaustelle.'

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